Home Sachsen-Anhalt Integrationsbeauftragte unterstützt Impuls der AWO für Wohnungsunterbringung von Flüchtlingen
Sachsen-Anhalt

Integrationsbeauftragte unterstützt Impuls der AWO für Wohnungsunterbringung von Flüchtlingen

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Susi Möbbeck begrüßt den Beschluss des AWO-Landesverbandes Sachsen-Anhalt zur Unterbringung von Flüchtlingen. Demnach will die AWO sich nur noch dann am Betrieb von Gemeinschaftsunterkünften beteiligen, wenn die Unterbringung zeitlich eng befristet, die Größe der Einrichtung begrenzt und die soziale Betreuung gesichert ist.

Möbbeck erklärte dazu am Dienstag in Magdeburg: „Ich freue mich, dass sich die AWO für eine klare Befristung der Heimunterbringung und eine schnellstmögliche Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnungen ausspricht. Ich hoffe, dass damit ein Impuls für mehr Wohnungsunterbringung gesetzt wird.“

Möbbeck nannte den AWO-Beschluss auch ein „Signal zur weiteren Verbesserung der Unterbringungssituation in Bernburg“. Dort betreibt die AWO im Auftrag des Salzlandkreises die Gemeinschaftsunterkunft. Die Heimunterbringung von Flüchtlingen war in der Vergangenheit immer wieder kritisiert worden. Möbbeck sagte: „Heimunterbringung behindert Eigenständigkeit, fördert Isolation und macht letztlich auf Dauer krank.“

Sachsen-Anhalt hat mit Leitlinien des Innenministeriums bereits eine Befristung der Heimunterbringung für Familien auf sechs Monate und generell auf drei Jahre empfohlen. Dieser Zeitraum ist aber aus Sicht der Integrationsbeauftragten zu lang. Möbbeck appellierte erneut an die Landkreise, in Kooperation mit Wohnungsgesellschaften mehr Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen und die Unterbringung in Heimen nur für eine möglichst kurze Orientierungsphase vorzusehen.

Möbbeck erklärte: „Gerade angesichts steigender Flüchtlingszahlen ist der Ausbau von Heimen der falsche Weg. Wenn Flüchtlinge gemeinsam mit Einheimischen in ganz normalen Wohnquartieren leben, kommen Kontakte leichter zustande, das fördert das Zusammenleben und entzieht Ausländerfeindlichkeit den Boden.“

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ministerium für Arbeit und Soziales Sachsen-Anhalt
Turmschanzenstraße 25
39114 Magdeburg
Tel.: +49 391 567-4608
Mail: ms-presse@ms.sachsen-anhalt.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
Dr.-Ing. Martin Fritsch (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg), Saurabh Sarkar (Hochschule Harz),Daniel Joel Jek (Hochschule Magdeburg-Stendal)
AllgemeinSachsen-AnhaltWissenschaft

IHK-Forschungspreis 2024: Auszeichnung für Spitzenforschung

IHK-Forschungspreis 2024: Junge Forscher aus Sachsen-Anhalt ausgezeichnet (lnp) Die Industrie- und Handelskammer...

Kick-Off der Fachkräftekampagne (v.l): Hanno Kempermann, Dr. Robert Franke, Susanne Bethke, Minister Sven Schulze, Michael Schmidt, Stefan Wegner. Foto: Ronny Hartmann
AllgemeinLandes-MeldungenSachsen-AnhaltWirtschaft

Sachsen-Anhalt startet Fachkräfteoffensive

Wirtschaftsminister Sven Schulze startet Werbekampagne um Fachkräfte (lnp) Unter dem Slogan „Sachsen-Anhalt...

Entwicklung des autonomen und vernetzten Fahrens
Sachsen-AnhaltWissenschaft

Sachsen-Anhalt strebt führende Rolle bei Entwicklung des autonomen und vernetzten Fahrens an

Sachsen-Anhalt soll Zukunftslabor für vernetzte Mobilität, moderne Mobilitätsketten und für moderne Konzepte...

Frauenquote in Sachsen-Anhalt fast erfüllt, aber trotzdem bleibt viel Arbeit
BundesländerSachsen-Anhalt

Frauenquote in Sachsen-Anhalt fast erfüllt, aber trotzdem bleibt viel Arbeit

Frauenquote, Gleichstellung und Führungspositionen in Landesverwaltung Bei Führungspositionen in der Landesverwaltung liegt...