Home Nordrhein-Westfalen Entlastung der Kommunen bei Eingliederungshilfen / Abruszat: Große Koalition plant Wortbruch
Nordrhein-Westfalen

Entlastung der Kommunen bei Eingliederungshilfen / Abruszat: Große Koalition plant Wortbruch

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Zur Debatte über die Entlastung der Kommunen bei Eingliederungshilfen, die die Große Koalition auf das Jahr 2018 verschieben will, erklärt der kommunalpolitische Sprecher der der FDP-Landtagsfraktion, Kai Abruszat:

„Die schwarz-rote Bundesregierung treibt ein gefährliches Spiel. Erst lässt sie sich für die von FDP und Union zugesagte Entlastung der Kommunen bei der Eingliederungshilfe feiern, dann wenige Wochen später verschiebt Schwarz-Rot die in ihrem Koalitionsvertrag versprochenen Hilfen auf den Sankt Nimmerleinstag. Dies kommt einem offenen Wortbruch gleich.

Ganz offensichtlich mangelt es der neuen Bundesregierung an Sensibilität für die dramatische Lage der kommunalen Familie. Allein in NRW schieben die Kommunen einen Schuldenberg von über 50 Milliarden Euro vor sich her. Ein Nothilfeprogramm muss verhindern, dass Städte und Gemeinden in die Zahlungsunfähigkeit gedrängt werden. Wenn dieser Trend nicht gestoppt wird, kann das fatale Folgen für die Finanzierung der öffentlichen Hand insgesamt haben.

Die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen ist eine gesamtstaatliche Aufgabe, die ungerechtfertigt in der Finanzierungsverantwortung der Kommunen liegt. Die jährlichen Kosten hierfür gehen in die Milliarden und nehmen den Kommunen die Luft zum Atmen. In einer aktuellen Studie wurde herausgearbeitet, dass die kommunalen Ausgaben für die Eingliederungshilfe zu weiten Teilen als Transferzahlungen in den Bundeshaushalt und die Sozialkassen fließen. Der Bund entzieht sich also nicht nur einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, sondern lässt sich auch noch von den Kommunen subventionieren.

Die FDP hat bereits in der letzten Plenarwoche im Landtag einen Antrag gestellt, um diese Missstände zu beseitigen. Vor dem Hintergrund seiner heutigen Äußerungen sind Reiner Priggen und seine grüne Fraktion herzlich eingeladen, sich unserem Vorstoß anzuschließen.“

Nadja Kremser
Stellvertretende Pressesprecherin
FDP-Landtagsfraktion NRW
Platz des Landtags 1
40221 Düsseldorf
T: 0211| 884 44 66
F: 0211| 884 36 55
nadja.kremser@landtag.nrw.de
www.fdp-fraktion-nrw.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
Pharmaindustrie Nordrhein-Westfalen, Pharmastandort NRW, Pharmaforschung Nordrhein-Westfalen, Arzneimittelproduktion Deutschland, Pharmaindustrie stärken, Pharmadialog NRW, Biotechnolog. Bild: pixabay.com
AllgemeinMedizin / GesundheitNordrhein-Westfalen

Pharmaindustrie Nordrhein-Westfalen stärken: Innovation, Forschung und Versorgung im Fokus

Die Pharmaindustrie Nordrhein-Westfalen steht im Mittelpunkt einer strategischen Neuausrichtung, die darauf abzielt,...

Präsident der Apothekerkammer fordert Stabilität für Apotheken in extrem turbulenten Zeiten
Medizin / GesundheitNordrhein-Westfalen

Präsident der Apothekerkammer fordert Stabilität für Apotheken

Kammerversammlung in Krisenzeiten: Apotheken brauchen Planungssicherheit Inmitten politischer Instabilität hat der Präsident...

Prof. Dr. Rainer Brück (Foto: Universität Siegen/M. Schäfer)
Nordrhein-WestfalenWissenschaft

Prof. Dr. Rainer Brück: Pionierarbeit im Bereich der Datenmedizin

Nach 26 Jahren an der Universität Siegen verabschiedet sich Prof. Dr. Rainer...

Rückzahlung von Corona-Hilfen führt teilweise zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei Firman Foto: pixabay.com/ magnetme
Nordrhein-Westfalen

Rückzahlung von Corona-Hilfen sorgt bei vielen Firmen für finanziellen Engpass

IHK-Umfrage zu Corona-Hilfen (lnp) Viele Händler, Dienstleister und Gastronomen in den Kreisen...