(LNP) Scharf kritisiert hat Thomas de Jesus Fernandes, Kandidat der Alternative für Deutschland bei der Wahl zum Europäischen Parlament, die durch das Stralsunder Bergamt erteilte Genehmigung an eine kanadische Firma zur Durchführung von Testbohrungen bei Barth. „Wenn CEP-Sprecher Jens Müller auch betont, dass bei der geplanten Erdölförderung Technologien zum Einsatz kommen, die mit dem sogenannten Fracking nichts zu tun haben, bleibt doch ein unguter Beigeschmack“, so der AfD-Politiker aus Pinnow bei Schwerin. „Diese hochsensible Region in unmittelbarer Nähe zu Ostsee und Boddengewässern, als Rastplatz von mehr als 40.000 Kranichen während der Vogelzugzeit zu internationaler Bekanntheit gelangt, verdient unseren besonderen Schutz und sollte nicht leichtfertig in Gefahr gebracht werden“, gibt Fernandes zu bedenken.
Zwar verstehe er die Hoffnungen vieler Menschen und Lokalpolitiker, welche in dieser ansonsten strukturschwachen Gegend einen wirtschaftlichen Aufschwung herbeisehnen, doch sei hier Augenmaß und Verantwortungsbewusstsein gefragt. Dies sei nicht nur im Hinblick auf den Naturschutz von grösster Wichtigkeit, sondern auch und vor allem dann, wenn es um die Vergabe von Fördermitteln geht. Schon oft hätten Geschäftsleute und Unternehmen den verständlichen Wunsch nach Arbeitsplätzen und höheren Steuereinnahmen ausgenutzt aber auch Behörden und Politik mit diesem Argument im nachhinein schwer nachvollziehbare Entscheidungen getroffen. „Wir von der AfD wären an dieser Stelle über eine Volksabstimmung sehr froh gewesen“, sagt der Europakandidat rückblickend. Künftig sollten solche schwerwiegenden Fragen mit den Mitteln der direkten Demokratie geklärt werden.
Thomas de Jesus Fernandes
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