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Wehner: Bund ist bei der Sonderzulassung von Pflanzenschutzmittel zur Drahtwurmbekämpfung im Kartoffelbau auch künftig am Zug

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(LNP) Thorsten Wehner, agrarpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, erklärt zur aktuellen Berichterstattung in den Medien zur notwendigen Drahtwurmbekämpfung im Kartoffelbau:

„Die für 2014 durch den Bund zeitlich befristete Sondergenehmigung für das Pflanzenschutzmittel „Goldor Bait“ mit dem Wirkstoff Fipronil zur Anwendung im Kartoffelbau war dringend notwendig geworden, sonst wären große Schäden und Ernteausfälle für die Landwirtschaft zu befürchten gewesen.

Die Annahme, dass an Überlegungen festgehalten wird, die Rückstandshöchstgehalte für Fipronil in Kartoffeln EU-weit drastisch zu senken, ist allerdings weiter spekulativ. Die befristete Zulassung für das Jahr 2014 erfolgte durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Die Diskussion zur Anwendung und zu den Rückstandsgehalten von Fipronil geschah vor dem Hintergrund einer angenommenen Bienenschädlichkeit des Wirkstoffes. Beim Kartoffelbau wird das betreffende Mittel jedoch als Granulat in die Erde gebracht. Damit besteht im Grundsatz auch keine Gefahr für Bienen. Die landwirtschaftlichen Betriebe haben zudem in Technologien zur sicheren Ausbringung bzw. Anwendung des Mittels investiert.

Leider ist es jedoch so, dass bislang keine ökologisch wirksamen Alternativmittel zur Bekämpfung des Drahtwurmbefalls zur Verfügung stehen. Unterstützende Forschungen und Initiativen des Landes in diese Richtung sind notwendig und sehr sinnvoll. Ich bin allerdings eher skeptisch, ob effiziente Alternativen bereits 2015 zur Verfügung stehen werden. Dann wird eine befristete Sonderzulassung wieder in den Händen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit liegen.“

SPD-Landtagsfraktion
Maria Wagner/Sekretariat Pressestelle
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