Home Nordrhein-Westfalen Peter Biesenbach zu JVA Wuppertal-Ronsdorf: Kutschaty muss Vorwürfe über Gewaltexzesse umgehend aufklären
Nordrhein-Westfalen

Peter Biesenbach zu JVA Wuppertal-Ronsdorf: Kutschaty muss Vorwürfe über Gewaltexzesse umgehend aufklären

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Die CDU-Landtagsfraktion fordert umgehend Aufklärung über einen Bericht der Westdeutschen Zeitung, wonach es in der Justizvollzugsanstalt Wuppertal-Ronsdorf zu Gewaltexzessen unter den Gefangenen gekommen sein soll. Justizminister Kutschaty soll dazu für die nächste Sitzung des Rechtsausschusses am 22. Januar einen Bericht vorlegen. „In der Vergangenheit wurden bereits mehrfach Berichte über Gewaltvorfälle in der JVA Wuppertal-Ronsdorf an mich vertraulich herangetragen, die von dem Anstaltsleiter angeblich durch geschönte Berichte an das Justizministerium unterdrückt worden sind. Daher bin ich froh, dass die JVA-Mitarbeiter die Angelegenheit nunmehr öffentlich machen. Die Vorwürfe sind in der Tat ungeheuerlich. In dem Zeitungsbericht ist u. a. von Bedrohungen mit Misshandlung und Vergewaltigung die Rede. Der Staat hat eine Schutzpflicht gegenüber Gefangenen. Schließlich befinden sich diese in der Obhut des Staates. Wenn die Vorwürfe zutreffen sollten, hätte der Justizminister ein dickes Problem“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Peter Biesenbach.

Dass sich gleich mehrere Justizvollzugsbedienstete direkt an die Presse gewandt hätten, anstatt den Dienstweg einzuhalten, sei auch ein Misstrauensbeweis gegenüber dem Justizminister. Biesenbach: „Es wird höchste Zeit, dass der Minister sich nicht immer wegduckt, sondern die Vorwürfe ernst nimmt und persönlich mit den JVA-Bediensteten spricht.“

So sei auch zu klären, warum gerade aus der neuen JVA Wuppertal-Ronsdorf mögliche Missstände bekannt werden. „Die Anstalt in Wuppertal-Ronsdorf ist nicht irgendeine JVA. Sie wurde erst 2011 in Betrieb genommen und ist nach neuesten vollzuglichen Standards konzipiert worden, damit sich Vorfälle wie der Foltermord in der JVA Siegburg nicht wiederholen. Angesichts der jüngsten Vorwürfe ist zu befürchten, dass Justizminister Kutschaty auch mit diesem Vorhaben gründlich scheitert“, sagt Biesenbach.

Axel Birkenkämper
Stellvertretender Pressesprecher
CDU-Landtagsfraktion
Nordrhein-Westfalen
Platz des Landtags 1
40221 Düsseldorf
Tel.    0211 / 884 – 2018
Fax    0211 / 884 – 2265
E-Mail: axel.birkenkaemper@landtag.nrw.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
Pharmaindustrie Nordrhein-Westfalen, Pharmastandort NRW, Pharmaforschung Nordrhein-Westfalen, Arzneimittelproduktion Deutschland, Pharmaindustrie stärken, Pharmadialog NRW, Biotechnolog. Bild: pixabay.com
AllgemeinMedizin / GesundheitNordrhein-Westfalen

Pharmaindustrie Nordrhein-Westfalen stärken: Innovation, Forschung und Versorgung im Fokus

Die Pharmaindustrie Nordrhein-Westfalen steht im Mittelpunkt einer strategischen Neuausrichtung, die darauf abzielt,...

Präsident der Apothekerkammer fordert Stabilität für Apotheken in extrem turbulenten Zeiten
Medizin / GesundheitNordrhein-Westfalen

Präsident der Apothekerkammer fordert Stabilität für Apotheken

Kammerversammlung in Krisenzeiten: Apotheken brauchen Planungssicherheit Inmitten politischer Instabilität hat der Präsident...

Prof. Dr. Rainer Brück (Foto: Universität Siegen/M. Schäfer)
Nordrhein-WestfalenWissenschaft

Prof. Dr. Rainer Brück: Pionierarbeit im Bereich der Datenmedizin

Nach 26 Jahren an der Universität Siegen verabschiedet sich Prof. Dr. Rainer...

Rückzahlung von Corona-Hilfen führt teilweise zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei Firman Foto: pixabay.com/ magnetme
Nordrhein-Westfalen

Rückzahlung von Corona-Hilfen sorgt bei vielen Firmen für finanziellen Engpass

IHK-Umfrage zu Corona-Hilfen (lnp) Viele Händler, Dienstleister und Gastronomen in den Kreisen...