Home Nordrhein-Westfalen Tarifverhandlungen in der Fleischindustrie – Minister Schneider begrüßt Vorstoß / Kritik an Ministerin von der Leyen / Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit
Nordrhein-Westfalen

Tarifverhandlungen in der Fleischindustrie – Minister Schneider begrüßt Vorstoß / Kritik an Ministerin von der Leyen / Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Zur Ankündigung der Arbeitgeber in der Ernährungswirtschaft, dass die Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) und daraus resultierende neue Regelungen auch für ausländische Werkvertragsarbeitnehmer gelten sollen, erklärt NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider:

„Ich begrüße, dass sich die Fleischindustrie zu Gesprächen über faire Arbeitsbedingungen und angemessene Löhne nun auch für Werkvertragsarbeitnehmerinnen und –arbeitnehmer bereit erklärt hat. Ohne auskömmliche Regelungen für diese Beschäftigten würden die Gespräche nur einen kleinen Teil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Branche erreichen.“

Minister Schneider wies noch einmal auf die jüngste Arbeitsschutz-Kontrollaktion in NRW hin. Dabei sei offensichtlich geworden, dass es Betriebe gebe, in denen nur noch wenige Mitarbeiter in der Verwaltung fest angestellt sind, „aber in den Produktionsstätten fast die ganze Belegschaft über Werkverträge beschäftigt wird!“ Hier sei ein enormer Regelungsbedarf angesagt. „Dabei sind Fragen wie ein Mindeststandard von 8,50 Euro, wie ihn die NGG fordert, ebenso wichtig, wie die Notwendigkeit, dass Betriebsräte der Beschäftigung von Werkvertragsmitarbeiter zustimmen, zumal in dieser Branche weite Teile der Wertschöpfung über Werkverträge erwirtschaftet werden.“

Als Seitenhieb gegenüber der Bundesarbeitsministerin äußerte der Landesminister großes Bedauern, dass der Verhandlungstermin erst im Oktober liegt. „Sonst hätte Bundesarbeitsministerin von der Leyen noch ein bisschen Fleisch an ihre in den letzten Tagen satt angereicherte Arbeitsbilanz bekommen. Viel war es ja nicht, was sie in der Arbeitsmarktpolitik in Stein gemeißelt hat. Ganz zum Schluss noch die Allgemeinverbindlichkeit für Steinmetze und Steinbildhauer. Aber die Frage von fairen Löhnen ist eine ernste Sache. Sie darf nicht für wahltaktische Manöver und Geschenke gegenüber Einzelgruppen herhalten. Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn für alle – das ist das Gebot der Stunde!“.

Pressereferat
Ministerium für Arbeit,
Integration und Soziales
des Landes NRW
Fürstenwall 25
40219 Düsseldorf
Telefon. 0211/855-3118
Telefax: 0211/855-3127
Internet: www.mais.nrw.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
Präsident der Apothekerkammer fordert Stabilität für Apotheken in extrem turbulenten Zeiten
Medizin / GesundheitNordrhein-Westfalen

Präsident der Apothekerkammer fordert Stabilität für Apotheken

Kammerversammlung in Krisenzeiten: Apotheken brauchen Planungssicherheit Inmitten politischer Instabilität hat der Präsident...

Prof. Dr. Rainer Brück (Foto: Universität Siegen/M. Schäfer)
Nordrhein-WestfalenWissenschaft

Prof. Dr. Rainer Brück: Pionierarbeit im Bereich der Datenmedizin

Nach 26 Jahren an der Universität Siegen verabschiedet sich Prof. Dr. Rainer...

Rückzahlung von Corona-Hilfen führt teilweise zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei Firman Foto: pixabay.com/ magnetme
Nordrhein-Westfalen

Rückzahlung von Corona-Hilfen sorgt bei vielen Firmen für finanziellen Engpass

IHK-Umfrage zu Corona-Hilfen (lnp) Viele Händler, Dienstleister und Gastronomen in den Kreisen...

Mit Abschluss der 13. Auflage des Projektes Ökoprofit® der Stadt Münster haben die teilnehmenden Unternehmen ihre Auszeichnungen erhalten. Quelle: Stadt Münster/Michael Möller
Nordrhein-Westfalen

Projekt „Ökoprofit“: Münster zeichnet acht weitere Unternehmen aus

Nachhaltiges Wirtschaften in Münster 138 erfolgreiche Betriebe und Einrichtungen seit 2001 sparten...