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Anti-Aufklärer Steinbrück ist für Linke nicht wählbar

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(LNP) „Die Befürwortung eines getrennten Sportunterrichts für muslimische Jungen und Mädchen durch den SPD-Kanzlerkandidaten Steinbrück ist das letzte Glied in der langen Kette seiner Totalausfälle. Steinbrück stellt sich damit auf die Seite der Anti-Aufklärer. Diese Rücksicht auf vermeintlich religiöse Gefühle hat nichts mit Toleranz sondern vielmehr mit Ignoranz zu tun und macht ihn für Linke nunmehr garantiert unwählbar“, kommentiert Sevim Dagdelen, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:

„Schulen haben unter anderem die Aufgabe, die Geschlechter auf einen normalen Umgang miteinander vorzubereiten und nicht Geschlechtsstereotypen zu verstärken. Genau das will offensichtlich aber Steinbrück. Nicht zu wissen scheint er auch, dass eine fehlende Teilnahme am gemischtgeschlechtlichen Sportunterricht ‚so gut wie nie auf religiöse Motive zurückgeführt werden‘ könne. Muslimische Schüler nähmen überdies sogar ‚etwas häufiger‘ am Sexualkundeunterricht teil ‚als Schüler anderer Religionszugehörigkeit aus muslimischen Herkunftsländern‘. Das bestätigte die Bundesregierung in Beantwortung der von mir initiierten Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE (Bundestagsdrucksache 17/4798). Das heißt: Inwieweit Eltern die Teilnahme ihrer Kinder an gemischtgeschlechtlichem Sport- bzw. Schwimmunterricht befürworten oder nicht, hat wenig bis nichts mit ihrem Glauben zu tun, sondern vielmehr mit ihrer persönlichen Einstellung oder ihrem Bildungsstand und unter Umständen herkunftsspezifischen  Vorstellungen bezüglich einer stärkeren Geschlechtersegregation.

Hauptgrund für die fehlende Teilnahme am gemischtgeschlechtlichen Sportunterricht ist, ‚dass im betreffenden Schuljahr entweder kein Sportunterricht oder kein gemischt­geschlechtlicher Sportunterricht angeboten wurde‘ (Bundestagsdrucksache 17/3339).“

i.A. Uwe Stegemann

Sevim Dağdelen
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