Home Rheinland-Pfalz Rot-Grün: Freiheitskämpfer in der Opposition und Sheriff in der Regierung
Rheinland-Pfalz

Rot-Grün: Freiheitskämpfer in der Opposition und Sheriff in der Regierung

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Der rheinland-pfälzische Innenminister, Roger Lewentz, SPD, hat angekündigt, dass er die Ausstrahlung des Mohammed-Videos ablehne und „… die Sicherheitsorgane dort einschreiten würden, wo religiöse Gefühle verletzt werden und die öffentliche Ordnung gestört wird.“ Mit dieser Ankündigung steht er in Widerspruch zur Positionierung seiner Partei, die auf Bundesebene getönt hat, dass „… bloße außenpolitische Rücksichtnahme nicht ausreiche, die Grundrechte zu beeinträchtigen“.

Die rheinland-pfälzischen Liberalen kritisieren den willkürlichen Umgang mit den bürgerlichen Freiheitsrechten durch die SPD. „Wo die SPD in der Opposition ist, gibt sie den Freiheitskämpfer, wo sie regiert dagegen den Sheriff“, sagte der rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende, Dr. Volker Wissing. Er warf den Sozialdemokraten vor, mehrgleisig fahren zu wollen. Wo sie nichts zu entscheiden habe, geißele die SPD ein Aufführungsverbot als Eingriff in die bürgerlichen Grundrechte und wo sie Regierungsverantwortung trage, nehme sie diesen Eingriff höchst selbst vor.

Diese Kakophonie zeige, dass die Sozialdemokraten mit den Herausforderungen durch religiösen Extremismus offenbar überfordert seien. Gleiches gelte für die Grünen, die auf Bundesebene ein Aufführungsverbot kritisierten und sich in Rheinland-Pfalz wieder einmal wegduckten.

Aus Sicht der rheinland-pfälzischen Liberalen seien weder der Blankoscheck der Bundes-SPD für eine Aufführung noch die generelle Drohung mit den Sicherheitsorganen der Landes-SPD ein angemessener Umgang mit der Sache. „Kern des Problems ist, dass Rechtsextreme sich des Videos bedienen, um gezielt die Gesellschaft zu spalten und zu polarisieren“, so Wissing. Selbstverständlich müssten die Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger gewahrt bleiben. „Die Informations- und Meinungsfreiheit umfasst auch das Anschauen zweifelhafter Videos“, sagte der FDP-Politiker.

Wenn aber Rechtsextremisten die Aufführung des Mohammed-Videos instrumentalisierten, um Hass und Intoleranz in der Gesellschaft zu säen, handele es sich um einen gezielten Anschlag auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung und den Wertekonsens unseres Landes.

FDP Rheinland-Pfalz
Pressestelle
Am Linsenberg 14
55131 Mainz
Tel. 06131 – 232541
Fax 06131 – 233803
Internet: www.fdp-rlp.de
E-Mail: rlp@fdp.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
25 Jahre Krebsregistrierung in Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz

25 Jahre Krebsregistrierung in Rheinland-Pfalz

Das Krebsregistrierung ist eine erfolgreiche Entwicklung mit vielen Chancen für die Zukunft...

Bekämpfung der Kinder- und Jugendarmut in Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz

Bekämpfung der Kinder- und Jugendarmut in Rheinland-Pfalz

(lnp) Seit nunmehr fünf Jahren unterstützt das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation...

Deutsche Forschungsgemeinschaft: 15 Mio. Euro Förderprogramm
Rheinland-Pfalz

Deutsche Forschungsgemeinschaft: 15 Mio. Euro Förderprogramm

Erfolg für Mainz : Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Forschung in der Physik (lnp)...

Neue Studienergebnisse zu Long COVID-Symptomen vorgelegt
AllgemeinPartnermeldungenRheinland-Pfalz

Long COVID-Symptomen nach SARS-CoV-2-Infektion auf der Spur

Neue Studienergebnisse zu Long COVID-Symptomen vorgelegt Wissenschaftsminister Hoch und Universitätsmedizin Mainz starten...