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Umweltminister Stefan Birkner: „Verbot von Glühlampen ist der falsche Weg“

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(LNP) Ab 1. September 2012 dürfen keine herkömmlichen Glühlampen mehr in den Handel gebracht werden. Zuvor waren bereits Herstellung und Vertrieb der 100-Watt-Glühlampe (2009), der 75-Watt-Glühlampe (2010) und der 60-Watt-Glühlampe (2011) durch europäische Vorgaben verboten worden. „Ein Verbot von Glühlampen ist der falsche Weg. Es ist Ausdruck ökologischer Symbolpolitik, aktionistisch, bevormundend und überzogen. Verbote schränken die Entscheidungsautonomie von Verbrauchern unverhältnismäßig ein und sorgen auch nicht für die notwendige gesellschaftliche Akzeptanz“, sagte Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner am heutigen Freitag in Hannover.
 
Herkömmliche Glühlampen können bedenkenlos mit dem Hausmüll entsorgt werden. Energiesparlampen auf Leuchtstoffröhrenbasis enthalten in der Regel jedoch giftiges Quecksilber und stellen eine Gesundheitsgefahr dar. Sie müssen daher getrennt als Sonderabfall entsorgt werden. „Die Alternative zu herkömmlichen Glühlampen bedeutet derzeit einen höheren Produktionsaufwand, mehr Giftstoffe und ein erhöhtes Sondermüllaufkommen“, so der Minister. „Die EU hat an der falschen Schraube gedreht: Kein Bürger hat etwas gegen energiesparende Geräte, aber es muss auch zur Glühlampe eine gleichwertige Alternative geben, dann kann jeder die Vor- und Nachteile selber abwägen.“
 
Zwar sind die Mengen des umstrittenen Quecksilbers, das in Energiesparlampen enthalten ist, gering, und die Industrie unternimmt Anstrengungen, den Quecksilberanteil weiter zu reduzieren, dennoch sieht der Minister in dieser Form der Energiesparlampe eine zwangsverordnete Übergangstechnologie: „Giftiges Quecksilber gehört nicht in Haushalte und belastet zudem die Umwelt. Daran ändern auch Sicherheitshinweise nichts, die Hersteller laut Empfehlung des Umweltbundesamtes als Beipackzettel den Energiesparlampen beifügen sollten.“
 
Weiter fordert Stefan Birkner: „Die Beleuchtung der Zukunft muss auch bezahlbar sein.“ Neben quecksilberhaltigen Energiesparlampen stehen jetzt noch Halogenlampen und LED-Lampen als Leuchtmittel zur Verfügung. Halogenlampen sollen gemäß europäischer Vorgaben bis 2016 ebenfalls vom Markt genommen werden. LED-Lampen haben einen sehr geringen Stromverbrauch und eine sehr lange Lebensdauer von mehr als 10.000 Stunden, sie sind aber noch recht teuer.
 
Pressesprecherin
Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz
Archivstr. 2 | 30169 Hannover
Telefon: 0511/120-3421, Fax: 0511/120-3699
E-Mail: Inka.Burow@mu.niedersachsen.de
www.umwelt.niedersachsen.de

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