Vier Ministerien fördern Moderni­sierung des Schulzentrums Dömitz

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Vier Ministerien fördern Moderni­sierung des Schulzentrums Dömitz.
Bis 2022 werden die in die Jahre gekommenen Schulgebäude umfassend modernisiert und erweitert.

(lnp) Vier Ministerien fördern Moderni­sierung des Schulzentrums Dömitz.

Backhaus überreicht Zuwendungsbescheide

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat am Freitag (17.8.) im Landratsamt Parchim dem Landkreis Ludwigslust-Parchim zwei Zuwendungsbescheide für Teilmaßnahmen der komplexen Modernisierung des gymnasialen Schulzentrums Dömitz überreicht.

„Man kann gar nicht genug würdigen, welche Rolle Schulen für die Entwicklung des ländlichen Raumes spielen“, sagte der Minister. „Die Investitionen in die Grundversorgung hinsichtlich Bildung und Betreuung der Kinder ermöglicht es insbesondere jungen Familien, weiter auf dem Lande zu leben.“

Schulen von Dömitz in einem Zentrum gesammelt

Auf dem Campus des Schulzentrums sind seit 2006 Gymnasium, Regional-, Grund- und Förderschule sowie die Orientierungsstufe gemeinsam untergebracht. Etwa 800 Schüler aus der Region um Dömitz sowie der Landkreise Lüneburg (Niedersachsen) und Prignitz (Brandenburg) werden hier von 66 Lehrern, 6 Sonder­pädagogen und 2 Schulsozialarbeiterinnen entsprechend ihrem Ganztagsschulkonzept unterrichtet und betreut.

Modernisierung der Gebäude bis 2022 kostet 23 Mio. Euro

Bis 2022 werden die in die Jahre gekommenen Schulgebäude umfassend modernisiert und erweitert. Der Landkreis als Schulträger hat sich entschlossen, die dringend erforderlichen Sanierungsarbeiten zu nutzen, nicht nur die Lern- und Arbeitsbedingungen der Schüler bzw. Lehrkräfte gravierend zu verbessern, sondern das Schulzentrum auch gleich baulich und energetisch für die Zukunft zu rüsten.

Die Gesamtkosten wurden in einer Machbarkeitsstudie mit 23 Millionen Euro angegeben. Neben dem Landwirt­schaftsministerium unterstützen deshalb auch das Bildungs-, das Energie- und das Innenministerium den Landkreis mit ihren Möglichkeiten zur Förderung von kommunalen Investitionen im ländlichen Raum die Bauarbeiten.

Viele Veränderungen stehen bevor

2018 erhält das Schulzentrum als erstes zwei neue klimafreundlichere Heizungsanlagen, die ehemalige Sporthalle der Grundschule wird abgerissen, die gemeinsame Sporthalle aus dem Jahre 2000 wird saniert und an Stelle der abgerissenen Sporthalle wird bis Ende 2019 ein dreigeschossiges Gebäude neu errichtet, das baulich die Verwirklichung der Inklusionsstrategie des Schulzentrums ermöglichen wird. Ab 2020 sollen zudem die bisherigen Gebäude aufgestockt werden.

Zuwendungsbescheide stammen aus EU-Fonds

Minister Backhaus übergab am Freitag die Zuwendungsbescheide des Landwirtschaftsministeriums und des Bildungsministeriums, die beide aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums finanziert werden. Das Landwirtschaftsministerium fördert mit 2,2 Mio. Euro den Bau des neuen Schulgebäudes (Fördersatz 53 Prozent) und das Bildungsministerium mit 0,3 Mio. Euro die Sanierung der Sporthalle (Fördersatz 18 Prozent). Das Innenministerium gewährte für den Ersatzneubau rund 0,6 Mio Euro Kofinanzierungshilfen und für die Sporthalle eine Sonderbedarfszuweisung von 0,7 Mio Euro.

Die neuen Heizungsanlagen fördert das Energieministerium in Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 375.000 Euro (Fördersatz 60 Prozent).

Der Eigenanteil des Landkreises für alle drei Maßnahmen beträgt insgesamt noch 5,2 Millionen Euro (55 Prozent), die in den Haushaltsplan 2018 eingestellt wurden.

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern
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Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern vom 17. August 2018.
Bildquelle: pixabay.com