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Denkmalschutz: SPD mit hohen Erwartungen an Generalkonservator / Rinderspacher: Neuorientierung der Staatsregierung notwendig

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(LNP) SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher verbindet hohe Erwartungen mit der Benennung von Mathias Pfeil als neuen Generalkonservator des Bayerisches Landesamtes für Denkmalpflege. Der frühere Leiter der Bauabteilung der Bayerischen Schlösserverwaltung wurde heute in sein neues Amt eingeführt.

„Mit Herrn Pfeil übernimmt ein Kenner dieses wichtige Amt, der mit Erfahrung und Kompetenz den Denkmalschutz in Bayern vertreten wird“, so Rinderspacher. Der SPD-Politiker verknüpft mit Pfeils Berufung die Erwartung, „dass der bayerische Denkmalschutz nicht nur die notwendige Erhaltung von Schlössern wie Neuschwanstein und Kirchen wie der Wieskirche im Auge hat, sondern auch den Schutz vieler Kleindenkmäler, die den Dörfern und Städten ihr unverwechselbares Gesicht verleihen.“ Derzeit stünden in Bayern rund 3000 denkmalgeschützte Objekte leer und würden damit dem Verfall preisgegeben – meist Bauern- und Bürgerhäuser, also Denkmäler, die das Leben der unteren und mittleren Gesellschaftsschichten widerspiegeln.

Rinderspacher würde es begrüßen, wenn Pfeils Berufung einen Neustart in der Bayerischen Denkmalpflege darstellen würde. Dafür sei jedoch eine Neuorientierung der Staatsregierung notwendig.

„Seit knapp anderthalb Jahrzehnten nimmt die CSU-Regierung ihre Verantwortung bei der Denkmalpflege immer weniger wahr“, kritisiert Rinderspacher. Die CSU-Regierung habe alleine für Kunst- und Geschichtsdenkmäler das Budget von 17 Millionen Euro im Jahr 1998 auf inzwischen nur noch gut 10,5 Millionen Euro gekürzt. „Das kulturelle und geschichtliche Erbe Bayerns lässt sich nicht nur mit warmen Worten bewahren, Gegenwart und Vergangenheit entfremden sich ohne entsprechendes Budget“, so der SPD-Politiker.

Ulrich Meyer
Pressesprecher
SPD-Landtagsfraktion
Bayerischer Landtag
Maximilianeum
81627 München
Telefon: 089/41 26 23 47
FAX: 089/41 26 11 68
eMail: pressestelle@bayernspd-landtag.de

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