Home Hessen ROCK: Entscheidung des EU-Parlaments gefährdet Wohlstand und Arbeitsplätze – EEG muss jetzt dringend ausgesetzt werden
Hessen

ROCK: Entscheidung des EU-Parlaments gefährdet Wohlstand und Arbeitsplätze – EEG muss jetzt dringend ausgesetzt werden

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) „Es gibt keinen Grund den europäischen Emissionshandel zu diesem Zeitpunkt zu verschärfen. Die Ziele, die der Emissionshandel erreichen soll, sind erreicht worden und werden auch zukünftig erreicht. Das wir das günstiger schaffen als gedacht, war bislang eine positive Entwicklung für Stromverbraucher und Industrie“, so der energiepolitische Sprecher, René ROCK.

Rock weiter:

„Die Herausnahme von 900 Mio. Zertifikaten aus dem System ist ein erheblicher Markteingriff. Durch die Wirtschaftskrise wurden zwar weniger Zertifikate gebraucht, was aber auch heißt, dass weniger CO2 ausgestoßen wurde. Der jetzt beschlossene Eingriff in ein marktwirtschaftlich funktionierendes System ist genauso, wie der von Bundesumweltminister Altmaier zunächst geplante Eingriff in die Bestandsförderung des EEG, ein Vertrauensbruch, der für große Investitionsunsicherheit in Europa sorgen würde. Jetzt in Zeiten einer der größten Wirtschaftskrisen in Europa zusätzlich für Unsicherheit und Preissteigerung beim Strom zu sorgen, ist unverantwortlich und stellt das Vertrauen in den Industriestandort Deutschland und Europa insgesamt in Frage.

Dazu kommt, dass das deutsche EEG nicht auf den Emissionshandel abgestimmt ist. So ist der Zubau der Erneuerbaren Energien in Deutschland nicht mit dem Emissionshandelssystem verknüpft, was dazu führt, dass die Einsparungen in Deutschland nicht auf die Zertifikate angerechnet werden. Somit können alte Kohlekraftwerke in Polen länger am Netz bleiben. Wir fordern deshalb eine Aussetzung des EEG bis diese Systemprobleme behoben sind. Wir dürfen nicht völlig kopflos weiter eine Energiewende betreiben, die letztendlich deindustrialisiert.

Das EEG passt nicht in die Systematik der sozialen Marktwirtschaft. Deshalb muss es abgeschafft und durch ein Quotenmodell ersetzt werden. Der Anfang bei der Etablierung der erneuerbaren Energien ist geschafft. Wir haben uns vorgenommen bis 2050 den Umstieg zu schaffen. Das Tempo, das wir im Augenblick vorlegen ist dafür viel zu schnell und überfordert Wirtschaft und Verbraucher zusehends. Ein Quotenmodell hätte den Vorteil, dass wir über die Festsetzung von Quoten für erneuerbare Energien, den Stromerzeugern freistellen, welche Techniken sie benutzen, um diese Quote zu erreichen. Damit würden sich nicht die günstigsten Techniken durchsetzen, sondern die am höchsten Geförderten.“

Daniel Rudolf
Pressesprecher
FDP-Fraktion im Hessischen Landtag
Schlossplatz 1-3
65183 Wiesbaden
Telefon: (0611) 350 566
Fax: (0611) 350 579
d.rudolf@ltg.hessen.de
www.fdp-fraktion-hessen.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
Bewerbungen für den Hessischen Mundart-Preis 2026 Bild: pixabay
HessenLandes-Meldungen

Hessischer Mundart-Preis 2026

Ein Aufruf zur Pflege der hessischen Sprachvielfalt In Hessen wird gebabbelt, geschnuddelt...

Zukunftsplan Wasser in Hessen startet in die Umsetzung
Hessen

Die Wasserversorgung in der Klimakrise sicherstellen

Zukunftsplan Wasser in Hessen startet in die Umsetzung (lnp) Mit einer Veranstaltung...

Hessen

Umweltministerium fördert Lebensräume für klimasensible Arten

Klimaschutz ist auch Artenschutz Umweltministerin Hinz besucht Magerrasen-Verbundprojekt in Waldeck (lnp) Von...

Bei der Mahd spielt der richtige Zeitpunkt eine entscheidende Rolle – diese Meinung von Naturschutzdezernent Christian Zuckermann (r.) teilt auch Straßenmeisterei-Mitarbeiter Andre Döring.
Hessen

Ökologisches Mähen: Mehr Artenvielfalt am Straßenrand

Ökologisches Mähen hat Verkehrssicherheit und Biodiversität gleichermaßen im Blick (lnp) Summende Insekten,...