(LNP) Der integrationspolitische Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Joachim Stamp, erklärt zur Debatte um den Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan in Köln:
„Die geplante Veranstaltung mit dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan in Köln schadet dem Miteinander der Menschen in Nordrhein-Westfalen. Angesichts der drohenden massiven Auseinandersetzungen appelliere ich an die verantwortlichen Veranstalter der UETD, auf den Auftritt von Herrn Erdogan zu verzichten. Wenn es die UETD mit ihren Zielen von besserer Integration und Teilhabe türkischer Mitbürger ernst meint, kann sie ihre Veranstaltung nicht aufrechterhalten. In der derzeitigen Situation ist der Auftritt Erdogans für viele eine Provokation, der nicht nur zwischen Einwanderern und Mehrheitsgesellschaft spaltet, sondern auch innerhalb der deutsch-türkischen Gemeinschaft. Es hat in den vergangenen Monaten, aber insbesondere in den letzten Tagen viele Verletzungen gegeben. Die UETD kann nicht ernsthaft ein Interesse daran haben, mit ihrer Jubiläumsfeier weiter Öl ins Feuer zu gießen. Das Bild von emotional aufgeladenen Gegnern und Anhängern neben massivem Polizeiaufgebot setzt ein fatales Signal für den Integrationsprozess. Eine Absage des Erdogan-Auftritts wäre daher keine Schmach für die UETD, sondern eine versöhnliche Geste für das Miteinander in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.“
Wibke Op den Akker
Pressesprecherin
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