Home Rheinland-Pfalz Ministerin Lemke: „Es ist nicht zu verstehen, dass die Renaissance der Atomkraft herbeigeredet wird“
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Ministerin Lemke: „Es ist nicht zu verstehen, dass die Renaissance der Atomkraft herbeigeredet wird“

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(LNP) „Rheinland-Pfalz setzt für die Zukunft auf eine Energieversorgung, die unser Klima schützt und die hochgefährliche Atomkraft auf Dauer ausschließt“, stellt die rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Energieministerin Eveline Lemke zum Tag der Erneuerbaren Energien am 26. April fest. „Der Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ist bleibende Mahnung, dass die Risiken der Atomkraft nicht beherrschbar sind. Die erneute Katastrophe von Fukushima war eine bittere Lektion und die Folgen sind noch immer nicht beherrscht. Es ist nicht zu verstehen, wie angesichts dieses Traumas jetzt schon wieder die Renaissance der Atomkraft herbeigeredet wird. Wir haben Alternativen und müssen sie nutzen!“

Rheinland-Pfalz verfolgt das Ziel, die Energieversorgung des Landes unabhängig von Atomenergie, fossilen Energieträgern und teuren Rohstoffimporten zu gestalten. Bis 2030 soll der in Rheinland-Pfalz verbrauchte Strom vollständig aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden. Der Ausbau der Erneuerbaren entwickelt sich in Rheinland-Pfalz sehr erfolgreich. Ende 2013 waren nach landesweiter Erhebung 1.538 Windenergieanlagen am Netz bzw. genehmigt. Damit wuchs im Bereich der Windenergie die installierte Leistung im Jahr 2013 nach Angaben der Deutschen WindGuard um insgesamt rund 413 Megawatt bzw. 149 neu gebaute Anlagen. Rheinland-Pfalz liegt damit beim Zubau auf dem zweiten Platz im Vergleich der Länder hinter Schleswig-Holstein.

Lemke: „Eines unserer Ziele ist es auch, die Energiewirtschaft dezentral in Bürgerhand zu gestalten. Energiesparen und Energieeffizienz sollen zudem noch populärer werden – bei Bürgerinnen und Bürgern ebenso wie bei unseren -Unternehmen.

Lemke verweist auf rheinland-pfälzische Initiativen zur Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Bei der Eigenstromerzeugung und bei der geplanten Stichtagsregelung sieht sie Nachbesserungsbedarf. Rheinland-Pfalz begrüße zwar ausdrücklich, dass beim Eigenstrom Bestandsanlagen und Erweiterungsinvestitionen bei bestehenden Anlagen von der EEG-Umlage befreit bleiben sollen. Um über Fragen und Entwicklungsmöglichkeiten der Erneuerbaren Energien zu informieren, ist die Energieagentur Rheinland-Pfalz als Informations- und Vernetzungsplattform in allen Regionen von Rheinland-Pfalz vor Ort präsent (www.energieagentur.rlp.de).

Stefanie Mittenzwei
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung
Tel. 06131/16-2550

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