(LNP) Am Dienstag haben sich die Verkehrsausschüsse des Kieler Landtags und der Hamburgischen Bürgerschaft im Rathaus getroffen. Auf der Tagesordnung standen Verkehrsprojekte im Allgemeinen und die S4 im Besonderen. Die Grünen begrüßen das klare Bekenntnis beider Parlamente zur S4 und zur Erweiterung der S21 nach Kaltenkirchen, außerdem bringen sie Taktverdichtungen auf der AKN-Strecke und der U1 ins Gespräch.
Dr. Till Steffen, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion erklärt: „Die Verlängerung der AKN-Strecke als S21 in Richtung Kaltenkirchen müssen beide Länder mit Hochdruck vorantreiben. Sie ist das wirksamste Mittel gegen den Stau auf der A7 während der Bauphase für den Deckel. Im Gegensatz zur S4 ist die Elektrifizierung der S21 sowohl in der Finanzierung als auch im Bau eine überschaubare und wirksame Maßnahme. Sie könnte relativ zügig umgesetzt werden und viele Pendler zum Umstieg vom Auto in die Bahn bewegen.
Generell können bessere Pendelverbindungen zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg die Stadt während der Deckelbauarbeiten entlasten. Bei der AKN könnte man die alten Wagen eine Weile in Betrieb lassen, um mehr Züge als bisher pro Stunde fahren zu lassen. Dies sollte der Senat genau prüfen. Auch wäre es sinnvoll, einen größeren Radius in den Blick zu nehmen und die U1 schon von und nach Norderstedt im Fünf-Minutentakt zu führen.
Zur S4 erwarten wir eine klares Bekenntnis zum Bau und ein starkes gemeinsames Auftreten gegenüber dem Bund. Die Strecke entlang der S4 ist nicht nur für die Anbindung der Bevölkerung und als Element des Nahverkehrs wertvoll. Diese Strecke ist für den Hamburger Hafen als Verbindung für den Güterverkehr Richtung Osten immens wichtig. Hamburgs herausragendes Merkmal ist der effektive Weitertransport via Schiene – ohne den Ausbau wäre der Hafen wie amputiert.“
Jan Dube – Pressesprecher
Bündnis 90 / Die Grünen
Bürgerschaftsfraktion Hamburg
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