Home Schleswig-Holstein Gabriels Pläne sind Unterwerfungsgeste an die Energiekonzerne – Besser: Ausnahmen für Großkonzerne von der EEG-Umlage streichen
Schleswig-Holstein

Gabriels Pläne sind Unterwerfungsgeste an die Energiekonzerne – Besser: Ausnahmen für Großkonzerne von der EEG-Umlage streichen

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Zu den Plänen Sigmar Gabriels, die Energiewende auszubremsen, erklärt Jens Schulz, Landessprecher der Partei DIE LINKE. Schleswig-Holstein:

„Bereits die erste energiepolitische Amtshandlung der sogenannten Großen Koalition ist eine Unterwerfungsgeste in Richtung der Energiekonzerne. Dass einzig der Ausbau von Windkraft auf See – die sogenannten Offshore-Anlagen – noch eine nennenswerte Förderung erhalten soll, lässt aufhorchen: Nur Großkonzerne können den Ausbau von Offshore-Windparks leisten. Sinnvolle Projekte wie Bürgerwindparks oder regionale Energiegenossenschaften hingegen würden durch Gabriels Pläne kaltgestellt. Das notwendige Ziel einer dezentralen und somit auch demokratischeren Energieversorgung soll offensichtlich aufgegeben werden. Dass jetzt auch Ministerpräsident Albig diese Pläne kritisiert, begrüßen wir!“

Vor wenigen Tagen hatte der Bundesenergieminister und SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel ein Papier vorgelegt, welches zum Ziel hat, den Ausbau erneuerbarer Energien in den kommenden Jahren zu bremsen. Insbesondere die Einspeisevergütung für Strom aus an Land stehenden Windkraftanlagen soll massiv gekürzt werden. Dieses stößt auf harte Kritik selbst aus den eigenen Reihen. So hat Ministerpräsident Torsten Albig diese geplante Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) als „volkswirtschaftlich völlig unsinnig“ gegeißelt.

Schulz weiter: „Gabriel und die sogenannte Große Koalition brauchen dringend Gegenwind. Anstatt diese angesichts der aktuellen Herausforderungen irrwitzigen Pläne zu verwirklichen, müssen Alternativen her. DIE LINKE hat einen konkreten Vorschlag: Es müssen endlich die Befreiungen von der EEG-Umlage für sogenannte ’stromintensive Unternehmen‘ gestrichen werden. Damit könnten die Stromkosten für die Masse der Bevölkerung gesenkt werden. Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Bürgerinnen und Bürger bezahlen sollen für den billigen Strom und damit die Profite einiger Großkonzerne!“

Marco Höne
DIE LINKE Schleswig-Holstein
Landesgeschäftsführer
Tel.: 04 31- 73 77 01
Fax: 04 31- 73 77 04
www.die-linke-sh.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
Neuer Landesrahmenvertrag zur Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung unterzeichnet
PolitikSchleswig-Holstein

Neuer Landesrahmenvertrag zur Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung

Ein Meilenstein für Inklusion und Teilhabe Sozialministerin Aminata Touré: „Ein neuer Schritt...

Neuer Sand für Sylt: Küstenschutzminister Goldschmidt informiert sich vor Ort über die Sandvorspülungen und nimmt an letzter Deichschau des Jahres teil
Schleswig-HolsteinWissenschaft

Sylt ist gut gerüstet für die Sturmflutsaison 2024

Neuer Sand für Sylt: Küstenschutzminister Goldschmidt informiert sich vor Ort über die...

Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung für Beamte
AllgemeinSchleswig-Holstein

Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung für Beamte

Schleswig-Holstein Land führt in Härtefällen Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung für Beamtinnen und...

Kauf- und Pachtpreisspiegel
Schleswig-Holstein

Neuer Kauf- und Pachtpreisspiegel für Schleswig-Holstein

(lnp) Das Ministerium für Landwirtschaft, Ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) veröffentlicht...