(LNP) Seit mehr als drei Jahren ist der Zeller Bock nun bereits geschlossen. Die Schließung wurde notwendig, nachdem die Stadtverwaltung Würzburg nach langem Zögern und verschiedensten Versuchen, auch die abwegigsten Fördertöpfe anzuzapfen, die Sanierung nur mit starker Verzögerung auf den Weg brachte. Die Mängel waren jedoch zu diesem Zeitpunkt bereits zu groß, um den Betrieb weiterhin gewährleisten zu können. Schaden entsteht dadurch vor allem den Pendlern, die große Umwege in Kauf nehmen müssen, was sowohl zu einer höheren Umweltbelastung als auch zu Staus und erhöhtem Verschleiß der Infrastruktur auf den übrigen Einfallstraßen nach Würzburg führt. Besonders in der Zellerau trifft die Sperrung die mittelständische Unternehmen und die Händler hart, viele mussten bereits Umsatzeinbußen in Kauf nehmen oder gar schließen.
Wie bei vielen Projekten in Würzburg zu beklagen, geschah all das wieder hinter verschlossenen Türen, insbesondere die betroffenen Anwohner wurden nicht einbezogen. Bereits beim Ausbau der Nürnberger Straße war zu beobachten, dass die Interessen und die Rechte der Anwohner bei den Planungen einfach von der Stadt ignoriert wurden. Nun stehen auch beim Zeller Bock langwierige Gerichtsverfahren an, die den Bau auf unabsehbare Zeit verzögern und die Kosten steigen lassen können. Mit einer konsequenten Einbeziehung der Bürger in die Planungen, wie sie von den Piraten gefordert wird, lassen sich derartige Verzögerungen vermeiden. Dass ein solches Vorgehen mehr Erfolg verspricht, kann man zum Beispiel beim Durchbruch des Gotthardtunnels in der Schweiz beobachten. Bei Europas größtem Tunnelbau wurden die Bürger von Anfang an am Planungsverfahren beteiligt, Betroffene wurden einbezogen und über die Vor- und Nachteile verschiedener Bauverfahren aufgeklärt. Hierdurch ließ sich die Großbaustelle in Rekordzeit und praktisch ohne Gegenprotest fertigstellen.
Dazu erklärt Dominik Metzger, Kandidat der Piratenpartei für das Amt des Würzburger Oberbürgermeisters: „Die Beteiligung der Bürger senkt nachweislich die Kosten, hebt die Akzeptanz und beschleunigt die Bauverfahren. Außerdem wird hierdurch Vetternwirtschaft gleich im Ansatz verhindert. Vielleicht ist das aber auch genau der Grund, weshalb dieses Konzept in Würzburg nicht angewandt wird. Mit einem Verwaltungsbeamten als Oberbürgermeister ist eine Änderung im Verhältnis zu den Bürgern der Stadt leider nicht in Sicht.“
Maximilian Winkler
Politischer Geschäftsführer
Piratenpartei Unterfranken
Scherenbergstraße 11,
97082 Würzburg
maximilian.winkler@piraten-ufr.de
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