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Bayerns Wälder trotzen den Wetterextremen

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(LNP) Bayerns Wälder haben die Wetterextreme dieses Jahres gut überstanden. Das zeigt die diesjährige landesweite Untersuchung der Baumkronen. Wie Forstminister Helmut Brunner in München mitteilte, hat sich trotz des sehr trockenen Sommers der mittlere Nadel- und Blattverlust mit 17,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Der Anteil deutlich geschädigter Bäume sank sogar leicht um 1,5 Prozentpunkte auf 19,8 Prozent und liegt damit auf dem niedrigsten Niveau seit 1999. Als deutlich geschädigt gelten Bäume, die mehr als ein Viertel ihrer Blätter oder Nadeln verloren haben. Erfreulich ist laut Brunner die Entwicklung der Eichen und Tannen, denen es heuer deutlich besser geht: Bei den Eichen sank der mittlere Blattverlust um 3,9 Prozentpunkte auf 25,2 Prozent. Die deutlichen Schäden gingen sogar um 11,4 Prozentpunkte zurück, liegen aber mit 40,7 Prozent immer noch auf hohem Niveau. Grund dafür ist der wiederholte, erst seit 2012 nachlassende Schädlingsbefall, von dem sich die Eichen allmählich erholen. Bei den für den Aufbau klimatoleranter und stabiler Wälder so wichtigen Tannen verbesserte sich der mittlere Nadelverlust um 3,4 Prozentpunkte auf 18,3 Prozent. Die deutlichen Schäden gingen um 9,3 Prozentpunkte auf 25,2 Prozent zurück. Geringfügig zugenommen haben die Nadel- bzw. Blattverluste dagegen bei Fichten und Buchen. 

Für die jährliche Erhebung untersuchen speziell geschulte Försterinnen und Förster im Freistaat die Baumkronen auf Basis eines Rasters von 16 x 16 Kilometern bzw. von 8 x 8 Kilometern bei Eiche und Tanne. Dabei wurden im Sommer an 160 Inventurpunkten insgesamt mehr als 3 800 Bäume erfasst. Die jährliche systematische Untersuchung der Baumkronen gibt es in Bayern seit 1983. Der Freistaat war damit europaweit Vorreiter. Entsprechende Erhebungen gibt es inzwischen in 35 Ländern. Detailergebnisse der Erhebung gibt es Internet unter www.forst.bayern.de.

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