Home Schleswig-Holstein Gutachten der Wirtschaftsweisen / Heinz: „Große Koalition sollte demografischen Wandel anpacken, anstatt Geschenke zu verteilen“
Schleswig-Holstein

Gutachten der Wirtschaftsweisen / Heinz: „Große Koalition sollte demografischen Wandel anpacken, anstatt Geschenke zu verteilen“

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Zu dem vorgelegten Jahresgutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Union Schleswig-Holstein, Frederik Heinz:

„Das Gutachten der Wirtschaftsweisen kommt zur rechten Zeit. Die Mahnung, bei den aktuellen Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD nicht das durch die Agenda 2010 Erreichte zu verspielen, ist angesichts zahlreicher kostenintensiver und regulierender Vorhaben angebracht. Die im europäischen Vergleich mehr als erfreuliche Lage der deutschen Wirtschaft darf nicht dazu führen, die Herausforderungen der Zukunft aus dem Blick zu verlieren. Die Gefahren der Staatsschuldenkrise scheinen eingrenzbar. Nun sollte es sich eine Große Koalition zum Ziel setzen, Deutschland für die vielleicht noch größere Herausforderung des demografischen Wandels fit zu machen.

Hierzu zählt es nicht, die Rente mit 67 aufzuweichen und von einer Senkung der Rentenbeiträge zugunsten einer Mindestrente abzusehen. Die Bekämpfung von Altersarmut bildet eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, deren Kosten transparent im Haushalt ausgewiesen werden sollten und nicht allein die Beitragszahler zusätzlich belasten dürfen. Hier sieht die Junge Union insbesondere die Gefahr einer dauerhaften Aufgabe der Rentenformel zugunsten eines politischen Wettbewerbs um immer neue Leistungen.

Es ist zu begrüßen, dass die Wirtschaftsweisen auch noch einmal klar auf die Gefahren eines einheitlichen gesetzlichen Mindestlohns hinweisen. Eine derart pauschale Maßnahme passt nicht zu dem sich regional stark unterscheidenden deutschen Arbeitsmarkt. Insbesondere strukturschwache Regionen, darunter Schleswig-Holstein, müssten bei dem von der SPD vorgeschlagenen Niveau von € 8,50 einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen befürchten.“

Die Junge Union Schleswig-Holstein hat sich auf dem vergangenen Schleswig-Holstein-Tag für eine Lohnuntergrenze ausgesprochen, die die Festsetzung der Höhe den Tarifparteien überlässt und so die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der jeweiligen Region berücksichtigt.

Frederik Heinz
Landesvorsitzender
Nicolas Sölter
Pressesprecher
JUNGE UNION Schleswig-Holstein
Landesgeschäftsstelle
Sophienblatt 44-46
24114 KIEL
Fon: 0431 66099-35
Fax: 0431 66099-66
E-mail: info@jush.de
Web: www.jush.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
Neuer Landesrahmenvertrag zur Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung unterzeichnet
PolitikSchleswig-Holstein

Neuer Landesrahmenvertrag zur Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung

Ein Meilenstein für Inklusion und Teilhabe Sozialministerin Aminata Touré: „Ein neuer Schritt...

Neuer Sand für Sylt: Küstenschutzminister Goldschmidt informiert sich vor Ort über die Sandvorspülungen und nimmt an letzter Deichschau des Jahres teil
Schleswig-HolsteinWissenschaft

Sylt ist gut gerüstet für die Sturmflutsaison 2024

Neuer Sand für Sylt: Küstenschutzminister Goldschmidt informiert sich vor Ort über die...

Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung für Beamte
AllgemeinSchleswig-Holstein

Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung für Beamte

Schleswig-Holstein Land führt in Härtefällen Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung für Beamtinnen und...

Kauf- und Pachtpreisspiegel
Schleswig-Holstein

Neuer Kauf- und Pachtpreisspiegel für Schleswig-Holstein

(lnp) Das Ministerium für Landwirtschaft, Ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) veröffentlicht...