Home Hamburg Hamburg braucht dringend mehr Wohnraum für Studierende
Hamburg

Hamburg braucht dringend mehr Wohnraum für Studierende

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Auch zu Beginn des kommenden Wintersemesters werden wieder viele Studierende keine bezahlbare Wohnung in Hamburg finden. Der Wohnungsmarkt und das unterfinanzierte Studierendenwerk sind bereits jetzt kaum in der Lage, den notwendigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Hamburg braucht allein 1500 zusätzliche Studentenwohnheimplätze, um zum Bundesdurchschnitt mit seiner Versorgungsquote von11,9 Prozent aufzuschließen. Dem gegenüber spitzt sich die Lage auf dem Hamburger Wohnungsmarkt  weiter zu. Und die Studierendenzahlen steigen. „Auch dieses Jahr wird das Studierendenwerk wieder Notunterkünfte in Turnhallen aufbauen müssen“, erklärt dazu Dora Heyenn, wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Das ist kein Zustand! Senat und Bürgerschaft müssen dringend handeln, damit Studierende in Hamburg vernünftige Wohnbedingungen vorfinden.“

Deshalb hat die Fraktion DIE LINKE den Antrag 20/9326 für die nächste Sitzung in die Hamburgische Bürgerschaft eingebracht: „Ausbau von  studentischen Wohnheimplätzen sicherstellen – Studierende nicht mit  steigenden Mieten alleine lassen!“ Darin fordert die Fraktion eine  Wohnungsoffensive zur Schaffung von zusätzlichen 1000 Wohnheimplätzen bis zum Wintersemester 2016/2017, bei der den Studierendenwerken eine  Schlüsselrolle zukommen soll. Dabei soll der Bau von  Studierendenwohnanlagen wie in anderen Bundesländern mit Zuschüssen von  bis zu 32.000 Euro finanziert werden. Zudem fordert DIE LINKE die Realisierung eines Bund-Länder-Programms, um bundesweit 25.000 zusätzliche öffentlich geförderte Wohnheimplätze zu bauen.

„Es ist allerhöchste Zeit, dem derzeitigen Verdrängungseffekt entgegen  zu wirken und eine der Ursachen direkt anzugehen“, erläutert Heike  Sudmann, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.  „Bezahlbare Wohnheimplätze sind ein richtiger Ansatz, weil sie letztlich nicht nur den Studierenden zugutekommen: Sie entlasten den Wohnungsmarkt  dort, wo es am dringendsten nötig ist, bei günstigen Wohnungen. Das  hilft neben Studenten auch anderen Menschen mit geringem inkommen,  Auszubildenden und jungen Familien. Wobei wir uns völlig im Klaren darüber sind, dass die von uns geforderte Maßnahmen allein die  Wohnungsnot in Hamburg nicht lösen werden.“

Florian Kaiser
Pressesprecher
DIE LINKE. Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft
Rathausmarkt 1
20095 Hamburg
Telefon: 040 / 42831-2445
Telefax: 040 / 42831-2255
E-Mail: pressestelle@linksfraktion-hamburg.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
Warnung vor Betrugsmasche mit gefälschten „Zahlungsbefehlen“
AllgemeinHamburgRecht / Justiz

Warnung vor Betrugsmasche mit gefälschten „Zahlungsbefehlen“

Falsche Drohung: „Ihr Konto wird in Kürze gesperrt.“ Gefälschte „Gerichtsbeschlüssen“ und „Zahlungsbefehlen“...

280.000 medizinische Ansprechpartner zu über 1.000 Diagnose- und Therapieschwerpunkten
Hamburg

Fußball-WM ohne Herz-Flattern: Medizinische Spezialisten finden

(lnp) Fußball-WM ohne Herz-Flattern: Medizinische Spezialisten in der Arzt-Auskunft finden. Dr. med. Jessica...

Charakteristisches Immunsignal bei Ebola-Patienten
Hamburg

Charakteristisches Immunsignal bei Ebola-Patienten

(lnp) Charakteristisches Immunsignal bei Ebola-Patienten in Guinea. Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie...

Jahreswechsel: Ärzteschaft blickt sorgenvoll in die Zukunft
Hamburg

Jahreswechsel: Ärzteschaft blickt sorgenvoll in die Zukunft

(lnp) Das Jahr 2016 wird für die Arztpraxen im Land ein Jahr...