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Ehemalige Politische Häftlinge aus Bützow mahnen mit ihrem Leidensweg

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(LNP) Justizministerin Uta-Maria Kuder, zuständig auch für Belange der SED-Opfer, hielt auf 11. Häftlingstreffen ein Grußwort: „Diktatur darf nie glorifiziert werden“

„Zum elften Mal haben sich in Bützow ehemalige Politische Häftlinge versammelt. Bützow hat sich in ihr Leben eingebrannt als Ort der Willkür, Schikane und der Qualen. Ich bewundere die ehemaligen Häftlinge für ihre Kraft, jedes Jahr an diesen Ort zurückzukehren“, sagte Justizministerin Kuder in ihrem Grußwort anlässlich des Treffens.

„Es ist wichtig, dass die Opfer der Diktatur weiterhin über ihr Schicksal sprechen. Denn sie gehören zum dunklen Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte. Die ehemaligen Politischen Häftlinge tragen dazu bei, dieses Kapitel aufzuarbeiten. Millionen Menschen haben die DDR zum Glück nicht von dieser Seite kennenlernen müssen. Das sollte aber auf keinen Fall dazu führen, das ostdeutsche System schönzureden. Diktatur darf niemals glorifiziert werden“, mahnte die Ministerin.

„Noch immer werden im Justizministerium monatlich rund 40 Anträge auf Entschädigung gestellt. Zwei Drittel davon auf Rehabilitationsleistungen. Jeder dritte Antrag wird auf SED-Opfer-Rente gestellt. Im ersten Halbjahr wurden mehr als sechs Millionen Euro ausgezahlt. Das zeigt, dass die Aufarbeitung noch nicht abgeschlossen werden darf. Unrecht darf nicht zu den Akten gelegt werden“, sagte die Justizministerin in Bützow.

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