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Wetterextreme verhageln Hopfenbauern die Ernte

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(LNP) Die bayerischen Hopfenbauern werden wegen der Wetterextreme heuer eine deutlich niedrigere Ernte einfahren als in den Vorjahren. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner am Montag bei der traditionellen Hopfenrundfahrt in der Hallertau mitteilte, rechnen die Experten mit einer Gesamtmenge von rund 470 000 Zentnern, das ist fast ein Viertel weniger als im vergangenen Jahr. Mit 460 000 Zentnern stammt der Löwenanteil aus der Hallertau, im mittelfränkischen Anbaugebiet Spalt werden rund 10 000 Zentner erwartet. „Das Wetter hat es heuer mit den bayerischen Hopfenbauern nicht gut gemeint“, sagte der Minister. Der Durchschnittsertrag liegt  mit 32,6 Zentnern pro Hektar erheblich unter dem langjährigen Mittel von 39,4 Zentnern. Die Anbaufläche hat sich laut Brunner nur unwesentlich verändert: Sie ist um 1,2 Prozent auf insgesamt 14 436 Hektar zurückgegangen.

Das Wetter hat den Hopfenbauern heuer fast durchgehend Probleme bereitet: Der lange Winter hat den Vegetationsbeginn bis Mitte April verschoben, Mai und Juni waren für den Hopfen dann viel zu nass und zu kalt. Zudem hat der Regen die notwendigen Pflegearbeiten erschwert. Gebietsweise wurden in Tallagen die Hopfengärten regelrecht überflutet, was in Einzelfällen zu Totalausfällen führte. Eine kurze Wärmephase Mitte Juni wurde schon nach wenigen Tagen von heftigen Gewittern und Hagelschlag beendet. Allein in der nördlichen Hallertau waren etwa 5 000 Hektar vom Hagel betroffen, insgesamt werden die Hagelschäden auf etwa 45 000 Zentner geschätzt. Anschließend sorgte der extrem heiße und trockene Juli für Wassermangel, was auch den Gehalt an Alphasäure, dem für den Brauprozess so wichtigen Inhaltsstoff, beeinträchtigte. Wenigstens Krankheiten und Schädlinge hielt das Wetter in Schach: In keinem Jahr waren so wenig Pflanzenschutzmaßnahmen notwendig wie heuer.

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