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Schmitz: Grünes Licht für Schlechtschreibung in NRW

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(LNP) Nach Medienberichten hat sich an vielen Grundschulen in Deutschland – auch in Nordrhein-Westfalen – die Methode des Schweizer Reformpädagogen Jürgen Reicher „Lesen durch Schreiben“ durchgesetzt. Kinder bringen dabei Worte so zu Papier, wie sie sie akustisch wahrnehmen. Fehler in der Rechtschreibung sind ausdrücklich erlaubt und dürfen von den Lehrern nicht korrigiert werden. Obwohl mittlerweile vielfach von Experten und Betroffenen der Erfolg dieses Lernkonzepts angezweifelt wird, sieht die rot-grüne Landesregierung keinerlei Handlungsbedarf in NRW. Ingola Schmitz, Sprecherin für Aus- und Weiterbildung der FDP-Landtagsfraktion NRW, befürchtet, dass ein Niveauverlust an den Schulen erfolgt, der letztlich den Lernerfolg der Kinder beeinträchtigt.

Auf Nachfrage bestätigt Schulministerin Löhrmann die Sorge von Ingola Schmitz, dass es bis heute keinen wissenschaftlichen Beleg dafür gibt, dass die Lehrmethode „Lesen durch Schreiben“ zu einem erkennbaren Erfolg führt. Experten befürchten vielmehr, dass die Methode dem gesamten Bildungserwerb der Kinder schaden kann. Ingola Schmitz: „Die Rechtschreib- und Lesekompetenz sind Kernkompetenzen, von denen der Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler auch in allen anderen Fächern abhängt. Es darf nicht sein, dass in unseren Schulen unkontrolliert neue Lehrmethoden, die vor ihrer Einführung nicht in qualitativ hochwertigen wissenschaftlichen Studien überprüft worden sind, Eingang finden. Experimente von pädagogischen Idealisten auf dem Rücken der Kinder sind nicht tragbar.“ Grundsätzlich müsse die Landesregierung dafür sorgen, dass an den Schulen in NRW keine Leistungsnivellierung und Niveauabsenkung erfolge. „Andernfalls ist NRW auf dem Weg in eine Bildungskatastrophe.“

Wibke Op den Akker
Pressesprecherin
FDP-Landtagsfraktion NRW
Platz des Landtags 1
40221 Düsseldorf
T:  0211 8842271
F:  0211 8843632
wibke.op-den-akker@landtag.nrw.de
www.fdp-fraktion-nrw.de

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