Home Hessen Marius Weiß (SPD): Landesregierung muss zum Jahresabschluss 2011 der EBS Stellung nehmen
Hessen

Marius Weiß (SPD): Landesregierung muss zum Jahresabschluss 2011 der EBS Stellung nehmen

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Der SPD-Obmann im Untersuchungsausschuss zur European Business School (EBS) Marius Weiß hat den gestern veröffentlichen Jahresabschluss für das Jahr 2011 der EBS als „Offenbarungseid“ bezeichnet. „Man würde ja hoffen, dass das, was lange währt, auch endlich gut wird. Für den nun endlich vorgelegten Jahresabschluss für das Jahr 2011 der European Business School gilt dies leider ganz und gar nicht“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Wiesbaden.

Mit einem Jahresfehlbetrag 2011 von 7,2 Millionen Euro und einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 5,7 Millionen Euro zum 31. Dezember 2011 hätte die EBS nach Einschätzung von Weiß eigentlich Insolvenz anmelden müssen. Sie habe sich mit einem Sanierungsgutachten, das eine Unternehmensberatungsgesellschaft für sie erstellt hat, davor gerettet, da dessen Ergebnis eine positive Fortführungsprognose beinhalte. Dies allerdings nur unter der Prämisse, dass die im Sanierungsgutachten im Einzelnen definierten Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation im definierten Umfang und Zeitraum umgesetzt würden. Dennoch konstatiere die Unternehmensberatungsgesellschaft, dass es „nach wie vor Risiken und Unwägbarkeiten für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der EBS“ gebe.

„Dieser Jahresbericht und vor allem der Lagebericht sind ein Offenbarungseid. Die Landesregierung muss umgehend zu diesem Bericht dem Parlament gegenüber Stellung nehmen. Dabei sind vor allem die Frage nach den im Einzelnen definierten Maßnahmen und die Zeitplanung von Bedeutung. Was soll und muss bis wann passieren und welche Risiken entstehen dadurch? Dazu darf Landesregierung nicht länger schweigen“, so der SPD-Abgeordnete.

„Wir erwarten, dass uns das Sanierungsgutachten umgehend vorgelegt wird. Der Haushaltsgesetzgeber muss wissen, ob darin Maßnahmen enthalten sind, die die öffentliche Hand belasten oder ihr zusätzliche Risiken bringen, wie zum Beispiel die jüngst bekannt gewordene Stundung der Miete der EBS durch die Holding der Stadt Wiesbaden. Außerdem muss Frau Ministerin Kühne-Hörmann darlegen, wie sie in Kenntnis dieser Zahlen die letzte Rate von 700 000 Euro für den Aufbau der Law School der EBS auszahlen konnte“, sagte Weiß.

Mehtap Tekin
Pressestelle
SPD-Fraktion im Hessischen Landtag
Schlossplatz 1 – 3, 65183 Wiesbaden
Fon: +49 611 350-523
Fax: +49 611 350-513 oder +49 611 350-511
E-Mail: m.tekin@ltg.hessen.de
Internet: www.spd-fraktion-hessen.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
Bewerbungen für den Hessischen Mundart-Preis 2026 Bild: pixabay
HessenLandes-Meldungen

Hessischer Mundart-Preis 2026

Ein Aufruf zur Pflege der hessischen Sprachvielfalt In Hessen wird gebabbelt, geschnuddelt...

Zukunftsplan Wasser in Hessen startet in die Umsetzung
Hessen

Die Wasserversorgung in der Klimakrise sicherstellen

Zukunftsplan Wasser in Hessen startet in die Umsetzung (lnp) Mit einer Veranstaltung...

Hessen

Umweltministerium fördert Lebensräume für klimasensible Arten

Klimaschutz ist auch Artenschutz Umweltministerin Hinz besucht Magerrasen-Verbundprojekt in Waldeck (lnp) Von...

Bei der Mahd spielt der richtige Zeitpunkt eine entscheidende Rolle – diese Meinung von Naturschutzdezernent Christian Zuckermann (r.) teilt auch Straßenmeisterei-Mitarbeiter Andre Döring.
Hessen

Ökologisches Mähen: Mehr Artenvielfalt am Straßenrand

Ökologisches Mähen hat Verkehrssicherheit und Biodiversität gleichermaßen im Blick (lnp) Summende Insekten,...