Home Bayern FREIE WÄHLER: Forderungen der Künstlersozialkasse gefährden Existenz der Blasmusikkapellen / Widmann: Irgendwo hört der Spaß einfach auf
Bayern

FREIE WÄHLER: Forderungen der Künstlersozialkasse gefährden Existenz der Blasmusikkapellen / Widmann: Irgendwo hört der Spaß einfach auf

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Mit Pauken und Trompeten sind die bayerischen Blasmusikverbände Anfang der Woche vor dem Bundestag aufgetreten, um einem existenziellen Anliegen Nachdruck zu verleihen. Es geht um massive finanzielle Forderungen der Künstlersozialkasse (KSK) an die Musikvereine, „und da geht es für die Vereine teilweise ums nackte Überleben“, weiß Jutta Widmann, MdL und medienpolitische Sprecherin der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion.

Die Abgeordnete stellt sich voll hinter die Blasmusikverbände, deren Verdienste um die bayerische Tradition und Brauchtumspflege man gar nicht hoch genug einschätzen könne. „Die Musikvereine leisten einen großartigen Beitrag zur kulturellen Identität des Freistaats. Sie fördern das Ehrenamt und sind von herausragender Bedeutung für das gesellschaftliche Miteinander der Menschen.“

Das Vorgehen der Künstlersozialkasse könnte den Blasmusikvereinen jedoch die Existenzgrundlage unter den Füßen wegziehen, so Widmann. Der Hintergrund: Die KSK hat die Musikvereine den Musikschulen gleichgestellt und kassiert nun einen Teil der Honorare der Lehrer, auch wenn die selbst gar nicht dort versichert sind. Mehr noch: Die Kasse fordert sogar rückwirkend die Abgaben der letzten fünf Jahre. Damit werden für einzelne Blaskapellen Beträge bis zu 20.000 Euro fällig. Wenn sie das Geld nicht haben, können die Vorsitzenden sogar persönlich haftbar gemacht werden.

Widmann ist darüber empört. „Irgendwo hört der Spaß einfach auf“, betont die Abgeordnete. „Erst der geplante Wucher mit der unverschämten GEMA-Tarifreform, jetzt der Angriff der Künstlersozialkasse auf unsere Blaskapellen – die politisch Verantwortlichen müssen diese Sache jetzt in die Hand nehmen.“ Genau vor diesem Hintergrund sind die Vertreter der bayerischen Blasmusikverbände in Berlin aufgetreten – um dort 36.000 Unterschriften zu übergeben und vor dem Petitionsausschuss die Befreiung der ehrenamtlich geführten Musikvereine und Chöre von der KSK-Abgabenpflicht zu erreichen.

Wie groß die Erfolgsaussichten sind, lässt sich im Moment schwer einschätzen. Sicher ist eines: Jutta Widmann haben die Blasmusikverbände an ihrer Seite. Die FREIE WÄHLER-Abgeordnete ist zumindest vorsichtig optimistisch: „Ich hoffe sehr, dass sich am Ende einfach der gesunde Menschenverstand durchsetzt. Dann hätten die Musikvereine nichts mehr zu befürchten.“

FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION
Dirk Oberjasper
Pressesprecher / Leiter der Pressestelle
Maximilianeum, Max-Planck-Str. 1
81627 München
Tel.: +49 (0) 89 / 4126 – 2941
Fax: +49 (0) 89 / 4126 – 1941

Web-Tipp der Redaktion:    http://ausbildung-bayern.socialus.info/

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
CO2-Reduzierung Illustration, Bild: pixabay.com
AllgemeinBayern

Jugendherbergen in Bayern reduzieren CO2-Ausstoß deutlich

Emissionen sinken auf 9 kg CO2 pro Gast und Übernachtung Umfassendes und...

Darmerkrankungen erhöhen das Risiko für Schuppenflechte
BayernWissenschaft

Darmerkrankungen erhöhen das Risiko für Schuppenflechte

Was tun bei Schuppenflechte? Was kann man tun? Aktuell veröffentliche Studie der...

Durchleuchtet: Die Geheimnisse der Chiffriermaschinen
AllgemeinBayern

Durchleuchtet: Die Geheimnisse der Chiffriermaschinen

60 Chiffriergeräte aus der Sammlung des Deutschen Museums werden in einem speziellen...

Bayerische Hochschulen erhielten rund 167,5 Millionen Euro
AllgemeinBayern

Bayerische Hochschulen erhielten rund 167,5 Millionen Euro

Zuwachs an Fördergeldern um acht Prozent Wissenschaftsminister Bernd Sibler zu hervorragendem Abschneiden...