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Yvonne Ploetz (MdB): Malochen bis zum Tod?

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(LNP) „Es ist eine Schande. Immer mehr Rentnerinnen und Rentner können von ihrer Rente nicht mehr leben“, kommentiert die Bundestagsabgeordnete der Saar-Linken, Yvonne Ploetz, die heute veröffentlichte Anzahl der Rentner, die bis ins hohe Alter arbeiten müssen. „Auch im Saarland gehen 10.157 Menschen über 65 einem Minijob nach. 5,383 Männer, 4,774 Frauen. Insbesondere Frauen sind von Altersarmut betroffen und bedroht. Zweidrittel aller Grundsicherungsbeziehenden sind Frauen. Ihre Renten liegen mit durchschnittlich 487 Euro etwa bei der Hälfte derjenigen der Männer. Die Hauptursachen sind niedrige Löhne, Unterbrechungen im Erwerbsleben, Teilzeitarbeit, schlechte Bezahlung typischer Frauenberufe, Minijobs und geringe Aufstiegschancen.“

Eine Anfrage der Abgeordneten an die Bundesregierung ergab: 4,65 Millionen Frauen in prekärer Beschäftigung bewegen sich derzeit auf die sichere Altersarmut zu. Denn arbeitet eine Frau 45 Jahre in einem 400 Euro-Job hat sie einen Rentenanspruch von gerade einmal 139,95 Euro im Monat. „Und daran ändert auch die geplante Zuschussrente Von der Leyens nichts, die sozial Benachteiligte besserstellen will“, so Ploetz. „Die Hürden für einen mickrigen Zuschuss sind viel zu hoch. So soll die Rentensumme von kinderlosen Geringverdienerinnen und Geringverdienern um das 1,5fache angehoben werden, das bedeutet: aus den genannten 139 Euro werden mit Zuschuss knapp über 200 Euro. Mit Kinder- und Erziehungszeiten soll das 2,5fache berechnet werden – aus 139 werden 350 Euro. Beide Beträge liegen weit unter der Armutsgrenze! Was wir brauchen sind gute Arbeit, faire Löhne und eine solidarische Mindestrente von 1000 Euro um dem Teufelskreis zu entkommen!“

Kontakt:
Dr. Stefan Kalmring
wissenschaftlicher Mitarbeiter
im Büro Yvonne Ploetz, MdB (Fraktion DIE LINKE)
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: 030-227-72992
Fax: 030/227-76982
yvonne.ploetz.ma01@bundestag.de

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