Home Hessen Hans-Jürgen Irmer: Keine Experimente auf dem Rücken der Kinder – Inklusion behutsam ausbauen – Wahlfreiheit der Eltern sichern – Förderschulen erhalten
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Hans-Jürgen Irmer: Keine Experimente auf dem Rücken der Kinder – Inklusion behutsam ausbauen – Wahlfreiheit der Eltern sichern – Förderschulen erhalten

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(LNP) Vor einer weiteren Instrumentalisierung der Inklusionsdebatte auf dem Rücken behinderter Schülerinnen und Schüler durch die rot-rot-grüne Landtagsopposition warnt der bildungspolitische Sprecher derCDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Hans-Jürgen Irmer: „Bedauerlicherweise ist die vom Linksblock forcierte Inklusionsdebatte zunehmend weniger an der Sache orientiert, als vielmehr in eine stellenweise verlogene Diskussion gemündet. Erst vor wenigen Monaten hat der ‚Chancenspiegel‘ der Bertelsmann-Stiftung unserem Bundesland besonders hohe Kompetenzwerte bei der Umsetzung der Inklusion attestiert und die niedrige Exklusionsquote gelobt. Mit 1.500 Förderschullehrern werden überdies so viele Lehrer wie noch nie zuvor in der Geschichte Hessens für die Umsetzung der Inklusion an den allgemeinbildenden Schulen bereitgestellt. Das weiß auch der rot-rot-grüne Einheitsschulblock sehr genau, der in seiner Koalitionsvereinbarung des Jahres 2008 den Begriff der Inklusion n icht einmal erwähnt und auch keine zusätzlichen Stellen für den Gemeinsamen Unterricht vorgesehen hat. Die Forderungen von SPD und Grünen sind daher lediglich als ritualisierte Unvernunft zu begreifen“, so Irmer.

„Eine gemeinsame Beschulung ist allerdings auch lediglich dann angebracht, wenn sie pädagogisch vertretbar und dem Wohl der Kinder förderlich ist. Die Schule kann das Problem einer unterschiedlichen Leistungsentwicklung von Schülern nicht lösen, indem Behinderungen trivialisiert und die unterschiedlichen Formen von Behinderungen und Beeinträchtigungen in ihrer Besonderheit geleugnet werden. Insbesondere für traumatisierte und misshandelte Kinder hat dies ganz im Gegenteil außerordentlich schwerwiegende Benachteiligungen zur Folge, da eine gezielte und indviduelle Förderung durch das Missachten der aus leidvollen Biographien resultierenden psychischen Beeinträchtigungen verhindert wird. Eine allumfassende und überstürzt umgesetzte Inklusion und die rot-rot-grüne Verklärung der Inklusion zu einer Heilslehre sind daher pädagogisch in hohem Maße unverantwortlich“, so Irmer.

Christoph Weirich, Pressesprecher
Schlossplatz 1-3, 65183 Wiesbaden
E-Mail: presse-cdu@ltg.hessen.de
Tel: 0611 / 350-548
Fax: 0611 / 350-551

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