Home Niedersachsen Kein Platz für neonazistisches Gedankengut bei der Hannovera? Ein schlechter Witz
Niedersachsen

Kein Platz für neonazistisches Gedankengut bei der Hannovera? Ein schlechter Witz

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Die Göttinger Burschenschaft Hannovera hat den enttarnten Neonazi Michael Jelinek endlich ausgeschlossen. Das viel zu späte Vorgehen zeigt deutlich, wie mit Nazi-Ideologien in der Burschenschaft umgegangen wird: So lange öffentlich leugnen bis sämtliche Stricke reißen und sich dann als überraschten Opferverband aufspielen, der belogen worden sein soll. Dabei ist die Burschenschaft langjähriges Mitglied im völkisch-nationalistischen Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ und hat letztes Jahr den rassistischen Vorstoß zur Einführung eines Arierparagraphen unterstützt. Nach diesem kann nur Mitglied in einer Burschenschaft des Dachverbandes werden, wer „deutsche Wurzeln“ hat.

„Der Vorfall zeigt erneut, dass die Burschenschaft Hannover kein Interesse an der Bekämpfung von Nazi-Ideologien hat, sondern erst Konsequenzen zieht, wenn ein Schaden des öffentlichen Ansehens der Verbindung droht. Natürlich wollen sie im öffentlichen Diskurs nicht direkt auf eine Stufe mit anderen Naziorganisationen wie der NPD gestellt werden, da sich dies negativ auf die gesellschaftlichen Einflussmöglichkeiten ihrer Mitglieder auswirken würde, wenn die Öffentlichkeit realisiert, wessen Geistes Kind sie sind. Aus unserer Sicht ist dieser Versuch aber absolut durchsichtig, angesichts der zahlreichen sonstigen Verstrickungen der Hannovera in rechte Machenschaften. Da hilft auch kein Lippenbekenntnis zu einer „freiheitlich demokratischen Grundordnung“, so ein Mitglied der GRÜNEN JUGEND Göttingen.

„Dass die Burschen von den Ansichten Michael Jelineks nichts mitbekommen haben wollen, halten wir für höchst unwahrscheinlich. 2011 veröffentlichte Jelinek im Namen der Hannovera einen Artikel in den „Burschenschaftlichen Blättern“, dem Verbandsorgan der DB. In diesem Artikel schrieb er: „Die Aktivitas der Burschenschaft Hannovera zu Göttingen begrüßt das Ergebnis des Gutachtens des Rechtsausschusses der Deutschen Burschenschaft“. Dieser Satz bezieht sich auf den Arierparagraphen. Michael Jelinek darf also offiziell im Namen der Hannovera rassistische Positionen vertreten, und die Burschen wollen nicht gemerkt haben, dass er ein Neonazi ist. Das ist unglaubwürdig“, so ein Mitglied der GJ Göttingen abschließend.

Grüne Jugend Göttingen
http://www.gj-goettingen.de/
Lange Geismarstraße 73
37073 Göttingen

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
Küstenländer sind Motor der Energiewende
AllgemeinBremenNiedersachsenWirtschaft

Küstenländer als Motor der Energiewende in Deutschland

Konferenz der Wirtschafts- und Verkehrsministerien tagt in Oldenburg (lnp) Die norddeutschen Küstenländer...

Drachenfest in Duderstadt
AllgemeinNiedersachsen

Drachenfest in Duderstadt: Drachen fliegen für guten Zweck

Am 25.09.2022 fliegen Drachen wieder für unicef (lnp) Endlich ist es wieder...

Nach­hal­ti­ge Aus­flü­ge: TMN ko­ope­riert mit Na­tur­Trip
AllgemeinNiedersachsen

Nach­hal­ti­ge Aus­flü­ge: TMN ko­ope­riert mit Na­tur­Trip

Digitales Planungstool schafft Anreize zur CO2-freundlichen Ausflugsplanung in Niedersachsen (lnp) Als erste...

Durchschnittliche Schuldenlast von überschuldeten Personen lag 2017 bei 28.439 €.
Landes-MeldungenNiedersachsen

Schuldenlast von überschuldeten Personen lag 2017 bei 28.439 €

Durchschnittlich 28.439 € Schulden im Jahr 2017 (lnp) Im Jahr 2017 haben...