Home Bayern GBW-Wohnungen: Staatsregierung überwacht die Einhaltung der Sozialcharta unzureichend
Bayern

GBW-Wohnungen: Staatsregierung überwacht die Einhaltung der Sozialcharta unzureichend

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) SPD-Wohnungssprecher Andreas Lotte: Patrizia AG veröffentlicht Kontaktdaten des Ombudsmanns erst 14 Monate nach dem Kauf in Mieterzeitschrift – 97 Mieter handelten offenbar aus Unkenntnis gegen die eigenen Interessen

Der wohnungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Andreas Lotte fordert die Staatsregierung auf, sich stärker für die Interessen der Mieter und Mieterinnen der GBW-Wohnungen in Bayern einzusetzen. „Während die Stadt München Geld in die Hand nimmt und Wohnungen kauft, um Mieter zu schützen, hält die Staatsregierung ihre Versprechen nicht ein. Finanzminister Minister Söder überwacht die Einhaltung der sogenannten Sozialcharta nur unzureichend“, stellt der Münchner SPD-Landtagsabgeordnete nach der Auswertung der Antworten von Finanzminister Söder auf seine Anfrage fest.
Demnach wissen offenbar 14 Monate nach dem Verkauf der bayernweit 31.520 Wohnungen aus dem Landesbank-Besitz an die Augsburger Immobilien-Firma Patrizia AG viele Mieter immer noch nicht, dass es mit Günther Beckstein einen Ombudsmann gibt, der ihre Interessen vertreten soll. Minister Söder verweist in seiner Antwort auf Lottes Anfrage lediglich auf eine allgemeine Pressemitteilung im November 2013 und auf das Mietermagazin der GBW vom Juli 2014, in dem die Kontaktadresse steht. Lotte: „Wenn die Kontaktdaten des Ombudsmanns erst 14 Monate nach dem Deal veröffentlicht werden, ist doch sonnenklar, dass die Mieterinteressen keine Priorität haben. Kontakte, etwa mit dem Mieterverein, finden hauptsächlich auf Geschäftsführerebene statt!“

97 Mieter und Mieterinnen haben vermutlich bereits gegen ihre eigenen Interessen gehandelt und die individuell schützenden Regelungen der Sozialcharta ausgehebelt. „Ein Schreiben, in dem es um die Individualumsetzung der Sozialcharta ging, war juristisch so verklausuliert verfasst, dass es für Mieter kaum richtig zu interpretieren war. Augenscheinlich haben sich viele selbst geschadet, weil sie den angebotenen Vertragsänderungen widersprochen haben und so nicht mehr durch die Sozialcharta geschützt werden“, kritisiert Lotte.

KONTAKT
Gudrun Rapke
Stellv. Pressesprecherin
gudrun.rapke@bayernspd-landtag.de
BayernSPD Landtagsfraktion
Pressestelle
Bayerischer Landtag | Maximilianeum
81627 München
089 4126 2347
presse@bayernspd-landtag.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
CO2-Reduzierung Illustration, Bild: pixabay.com
AllgemeinBayern

Jugendherbergen in Bayern reduzieren CO2-Ausstoß deutlich

Emissionen sinken auf 9 kg CO2 pro Gast und Übernachtung Umfassendes und...

Darmerkrankungen erhöhen das Risiko für Schuppenflechte
BayernWissenschaft

Darmerkrankungen erhöhen das Risiko für Schuppenflechte

Was tun bei Schuppenflechte? Was kann man tun? Aktuell veröffentliche Studie der...

Durchleuchtet: Die Geheimnisse der Chiffriermaschinen
AllgemeinBayern

Durchleuchtet: Die Geheimnisse der Chiffriermaschinen

60 Chiffriergeräte aus der Sammlung des Deutschen Museums werden in einem speziellen...

Bayerische Hochschulen erhielten rund 167,5 Millionen Euro
AllgemeinBayern

Bayerische Hochschulen erhielten rund 167,5 Millionen Euro

Zuwachs an Fördergeldern um acht Prozent Wissenschaftsminister Bernd Sibler zu hervorragendem Abschneiden...