Home Mecklenburg-Vorpommern Wolfgang Waldmüller: Lohnunterschiede in Tourismusberufen sind leistungsfeindlich
Mecklenburg-Vorpommern

Wolfgang Waldmüller: Lohnunterschiede in Tourismusberufen sind leistungsfeindlich

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Im Nachgang an eine Unterrichtung des Wirtschaftsausschusses bezüglich der Ausbildungsberufe im Hotel- und Gaststättengewerbe hat der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Wolfgang Waldmüller, gegenüber Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretern für eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung des 2012 getroffenen Tarifvertrages von DEHOGA und NGG appelliert.

„Einige Branchen im Land sind überproportional auf Auszubildende angewiesen. Der Tourismus gehört zweifelsohne dazu. Zugleich sind ausschließlich Tourismus-Berufe unter den Top-3 unbesetzter Lehrstellen. Dieses Missverhältnis muss ausgeglichen werden! Es stellt sich die Frage, wie der erhebliche Bedarf an Auszubildenden entsteht und vor allem, wie er in Zukunft gedeckt werden wird“, sagte Wolfgang Waldmüller.

„Im Januar 2013 hat die CDU-Landtagsfraktion eine Landtagsinitiative zum Zwecke der Attraktivitätssicherung im Hotel- und Gaststättengewerbe gestartet. Wie von uns gefordert, hat das Wirtschaftsministerium entsprechende Treffen koordiniert. Die Arbeitsgruppen sind einberufen und Vorschläge werden erarbeitet. Das hat zu einer Sensibilisierung für das Thema beigetragen. Im Hinblick auf Ausbildungs-Verbundinitiativen oder der Frage nach günstigem Wohnraum für Azubis brauchen wir nun Best-Practice-Beispiele, die wir den Touristikern vor Ort an die Hand geben können. Von herausragender Bedeutung ist und bleibt jedoch vor allem die Lohngerechtigkeit. Hier sind die Tarifparteien in der Pflicht“, erklärte der Wirtschaftspolitiker.

„Der Tarifvertrag von DEHOGA und NGG aus dem Dezember 2012 war ein verantwortungsvoller Kompromiss. Für die Branche war dies der höchste jemals in Mecklenburg-Vorpommern getätigte Tarifabschluss. Das zeigt: Die Tarifautonomie ist ein hohes Gut und sie funktioniert. Nun sollten aber auch alle Arbeitnehmer davon profitieren.

Da der überwiegende Teil der Fremdenverkehrsbranche in MV nicht im DEHOGA organisiert ist, profitieren viele Arbeitnehmer nicht von dem Tarif. Deswegen brauchen wir einen allgemeinverbindlichen Vertrag der auch für alle gilt. Verantwortungsbewusstsein muss daher nun auch bei den Verhandlungen zur Allgemeinverbindlichkeit des Tarifes im Sozialministerium gezeigt werden. Ich wünsche mir, dass Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite im Sinne der Beschäftigten zu einer guten Lösung kommen. Denn eine entsprechende Einigung wird zur Verringerung der Abbrecherquote aber auch zur Reduzierung unbesetzter Lehrstellen im gesamten Tourismusbereich beitragen und erkennt die hohen Leistungen der Arbeitnehmer an“, unterstrich Wolfgang Waldmüller abschließend.

Jutta Hackert
Pressebüro
CDU-Fraktion im Landtag
von Mecklenburg-Vorpommern
Lennéstraße 1
19053 Schwerin
Telefon: 0385 – 525-2208
Telefax: 0385 – 525-2276
E-Mail:  hackert@cdu.landtag-mv.de
Internet: www.cdu-fraktion.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
Ab Mai 2022 können auch in Mecklenburg-Vorpommern Gerichtskosten online gezahlt werden
Mecklenburg-VorpommernRecht / Justiz

Gerichtskosten mit der Elektronischen Kostenmarke zahlen

Ab Mai 2022 können auch in Mecklenburg-Vorpommern Gerichtskosten online gezahlt werden Justizministerin...

Ersatzbrücke über die B 76 in Timmendorfer Strand ist fertig
AllgemeinMecklenburg-Vorpommern

Ersatzbrücke über die B 76 in Timmendorfer Strand ist fertig

Pünktlich zur Tourismussaison wieder freie Fahrt (lnp) Einheimische und Gäste können wieder...

Jura-Wintersemester 2021/2022. Keine Anrechnung auf „Freischuss“
AllgemeinMecklenburg-VorpommernRecht / Justiz

Jura-Wintersemester 2021/2022. Keine Anrechnung auf „Freischuss“

Justizministerin Jacqueline Bernhardt: „Wegen der weiterhin andauernden Corona-Lage wird auch in M-V...

Unrecht aus DDR- Zeiten weiter akribisch aufarbeiten
AllgemeinMecklenburg-Vorpommern

Unrecht aus DDR-Zeiten weiter akribisch aufarbeiten

Justizministerin Bernhardt fordert weitere Aufklärung und Aufarbeitung (lnp) Jeden zweiten Tag wird...