Home Sachsen Rico Gebhardt: Sachsen wird Kitaplatz-Rechtsanspruch nicht gerecht / Schwarz-Gelb setzt falsche Prioritäten zulasten der Kinder
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Rico Gebhardt: Sachsen wird Kitaplatz-Rechtsanspruch nicht gerecht / Schwarz-Gelb setzt falsche Prioritäten zulasten der Kinder

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(LNP) Ab morgen haben Eltern in Deutschland Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz. Dass alle Familien mit Kindern im Alter von über einem Jahr den gewünschten Kitaplatz auch bekommen, wird nicht nur in Leipzig bezweifelt, wo morgen Nachmittag eine Demo der Leipziger Kita-Initiative stattfindet. Auf der Kundgebung vor dem Neuen Rathaus wir auch Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, sprechen. Gebhardt, selbst Vater von drei Kindern im Kita-Alter, schätzt ein, dass es trotz großer Anstrengungen der Kommunen in den letzten Jahren nicht gelungen ist, den tatsächlichen Bedarf zu decken:

„Vor allem Leipzig und Dresden haben große Probleme. Aber auch darüber hinaus ist zu sehen: Der Kita-Mangel ist flächendeckend. Wir erwarten von der Landesregierung, dass sie ihrer Verantwortung nachkommt und die Finanzzuweisungen an die Kommunen umgehend erhöht, damit diese den Familien gute Betreuungsbedingungen anbieten können. DIE LINKE hatte genau dafür einen Änderungsantrag zum Haushalt eingebracht. CDU und FDP aber lehnten ab.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie nervenaufreibend und frustrierend es ist, wenn man als Bittsteller in Einrichtungen vorsprechen muss, vertröstet wird und immer wieder Absagen bekommt. Und genau deshalb ist es nicht zu akzeptieren, dass der schwarze Peter nun zwischen Kommunen, Land und Bund hin- und hergeschoben wird. Denn: Unsere Kinder sind keine Zahl in einer Statistik oder ein Punkt in einem Balkendiagramm, sondern jetzt und hier lebende Menschen mit Anforderungen, die jetzt und hier zu erfüllen sind.

Eine Bedarfsplanung vom Schreibtisch aus, geht an den realen Bedürfnissen vorbei. Und diese Bedürfnisse bestehen eben nicht in der Tagespflege oder gar häuslichen Betreuung mit Herdprämie, sondern in gut ausgestatten Kitas. Dazu gehören natürlich auch ausreichend viele, gut ausgebildete und gut bezahlte Erzieherinnen und Erzieher. Angesichts der Lücke zwischen Soll und Haben bei guten Kita-Plätzen in Sachsen, verkommt die gerade von der Koalition in Sonntagsreden immer wieder bemühte Formel von den Kindern, die unsere Zukunft seien, zur hohlen Phrase.

DIE LINKE fordert: mehr Betreuungsplätze, Absenkung des Betreuungsschlüssels, bessere Bezahlung der Erzieherinnen und Erzieher sowie die Entlastung der Kommunen durch die Erhöhung der Kita-Pauschale auf 2.400 Euro!“

Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag
Elke Fahr
stv. Pressesprecherin
Tel: 0351 – 493 5871
E-Mail: elke.fahr@slt.sachsen.de

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