Home Saarland Huonker: Kommunen mit den Kosten für Flüchtlinge nicht allein lassen – Mehr Integrationslotsen notwendig
Saarland

Huonker: Kommunen mit den Kosten für Flüchtlinge nicht allein lassen – Mehr Integrationslotsen notwendig

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Angesichts der Sitzung des Innenausschusses stellt die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, Birgit Huonker, fest:  „Es ist natürlich begrüßenswert, dass die Personengruppen von Flüchtlingen, die nicht mehr verpflichtet sind, in der Landesaufnahmestelle Lebach zu bleiben, erweitert werden. Sie können auf die Kommunen verteilt werden. Allerdings hat sich heute bestätigt, dass aus Sicht der Kommunen bei der Finanzierung nachgebessert werden muss. Die im Entwurf vorgesehenen Aufnahmepauschalen, die das Land für die Städte und Gemeinden vorgesehen hat, reichen bei weitem nicht aus, um die Kosten einer dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge zu decken. Besonderes Augenmerk sollte auf allein stehende Mütter mit Kindern gelegt werden. Sie müssten besonders schnell in den Kommunen integriert werden. Denn Integration in der Landesaufnahmestelle ist nun mal nicht möglich.“

Erst kürzlich hat die Linksfraktion im Landtag einen Antrag eingebracht habe, der das Finanzierungsproblem gelöst hätte, so Huonker. „Danach wäre nach dem Prinzip „wer bestellt, bezahlt“ – das Konnexitätsprinzip – weiter ausgebaut worden. Denn die ohnehin finanziell gebeutelten Kommunen dürfen nicht allein gelassen werden. Daher ist auch der Bund gefordert. „Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Der Bund sollte den Ländern mit einem Sonderfonds unter die Arme greifen.“

Landesweit nur fünf Integrationslotsen im Saarland reichten angesichts der dramatischen Zunahme an Flüchtlingen vorn und hinten nicht aus. Huonker fordert einen Verteilerschlüssel für Integrationslotsen. „Es ist wichtig, dass ein Integrationslotse eine überschaubare Anzahl an anerkannten Flüchtlingen betreut. Denn es kann nicht immer nur von den oft traumatisierten Flüchtlingen gefordert werden, sie mögen sich gefälligst um Integration bemühen, um dann andererseits aber an den dazu notwendigen Personal- und Sachmitteln zu sparen“, so Huonker abschließend.

Kontakt:
Claudia Kohde-Kilsch
Pressesprecherin  
Fraktion DIE LINKE. 
Landtag des Saarlandes
Franz-Josef-Röder-Str. 7
66119 Saarbrücken
E-Mail: presse@linksfraktion-saar.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
Aufarbeitung der NS-Rechtsprechung im Saarland
Recht / JustizSaarland

Aufarbeitung der NS-Rechtsprechung im Saarland

Aufarbeitungsprojekt zur NS-Rechtsprechung legt erste Ergebnisse zum Sondergericht beim Landgericht Saarbrücken in...

AG Saarlouis: Christiane Schmitt neue Behördenleiterin
AllgemeinRecht / JustizSaarland

AG Saarlouis: Christiane Schmitt neue Behördenleiterin

Christiane Schmitt mit der Wahrnehmung der Geschäfte der Direktorin des Amtsgerichts beauftragt...

Umfassendes Maßnahmenpaket zum Kinder- und Opferschutz
AllgemeinRecht / JustizSaarland

Umfassendes Maßnahmenpaket zum Kinder- und Opferschutz

Saarländisches Justizministerium stellt Maßnahmenbündel für Verbesserungen beim Kinder- und Opferschutz vor Staatssekretär...

Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit
AllgemeinSaarland

Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit

Bundesinitiative „Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit“ baut Kooperation aus Bremen und...