(LNP) Zur Diskussion um ein neues Schulfach Medienkompetenz, das die Landesregierung strikt ablehnt, erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, Barbara Spaniol: „Die Landesregierung sollte sich einer Diskussion nicht von vorneherein verschließen. Denn dass Kinder und Jugendliche besser auf den Umgang mit Medien vorbereitet werden, ist eine wichtige Aufgabe. Es wäre allerdings ebenso verkürzt, dies nur auf das Medium Internet zu beschränken, wie dies ausschließlich in einem einzigen neuen Fach behandeln zu wollen. Die Vermittlung von Medienkompetenz muss eine Querschnittsaufgabe sein. Auch in Politik und Erdkunde, Deutsch und Geschichte, Französisch und Kunst gehört der Umgang mit Medien ganz selbstverständlich dazu. Hier müssen auch die Lehrpläne nachgebessert werden. Ob Facebook, Twitter, Instagramm, whatsapp oder Youtube, ob Zeitungen, Radio oder TV-Nachrichten und E-Mails – Medien sind ein fester Bestandteil im Alltag von Kindern und Jugendlichen. Das ist auch gut so. Der Austausch von Wissen und Erfahrungen über alle sozialen, regionalen und kulturellen Grenzen hinweg ist etwas Gutes. Aber der Umgang mit diesen Medien muss eben auch gelernt sein. Medien bestimmen unseren Alltag – sie sollen aber nicht uns bestimmen. Zum kritischen Umgang mit Medien gehört es, Inhalte zu hinterfragen. Nicht alles, was in einem Internetforum geschrieben wird, ist vorher recherchiert worden, ausgewogen oder wahr. Deshalb ist es sinnvoll und längst überfällig, den kritischen, selbstbestimmten Umgang mit Medien in den Schulen verstärkt zu thematisieren. Wie dies am besten gelingen kann, darüber sollten wir uns über alle Parteigrenzen hinaus verständigen.“
Martin Sommer
Stellvertretender Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE im Landtag des Saarlandes
Franz-Josef-Röder-Str. 7
66119 Saarbrücken
E-Mail:m.sommer@landtag-saar.de
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