(LNP) Angesichts der durch Minister Carius angekündigten Finanzspritze von bis zu 11 Mio. Euro für die Sanierung des Jenaer Stadions erklärt der sportpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Knut Korschewsky: „Da Weihnachten vor der Tür steht, ist es verständlich, dass auch Geschenke verteilt werden sollen. Völlig unverständlich ist es aber, dass es in einem Sportland wie Thüringen nur ein einziges Geschenk, und das in eine bestimmte Richtung gibt“, so Korschewsky.
Seit Jahren gibt es einen immensen Sanierungsstau bei der Rekonstruktion und Sanierung von Sportstätten im ganzen Land. Allein im Jahr 2013 gab es 132 Förderanfragen durch Kreise und Kommunen mit einem Gesamtvolumen von 23.946.118 Euro. Mehr als einhundert dieser Förderanfragen konnten aus finanziellen Gründen gar nicht erst berücksichtigt werden. Änderungsanträge der LINKEN zur Erhöhung der Mittel für Schulen und Schulsporthallen sowie für Sportstättensanierung im Doppelhaushalt 2013/14 in Höhe von insgesamt 17 Mio. Euro wurden mit der Koalitionsmehrheit abgelehnt. Jetzt scheint es einen weihnachtlichen „Geldregen“ zu geben.
„Die Notwendigkeit der Sanierung des Jenaer Stadions als Bundesligastadion ins unumstritten“, so Korschewsky. „Es ist aber zwingend notwendig, wenn der Profifußball durch die Landesregierung finanziell unterstützt wird, alle Male auch die vielen ehrenamtlich geführten Vereine mindestens in gleicher Weise zu unterstützen. Sind sie es doch, die erst die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Leistungssport schaffen. Ich fordere die Thüringer Landesregierung, speziell das Carius-Ministerium auf, mindestens die gleiche Summe von 11 Mio. Euro, die für die Sanierung des Jenaer Stadions eingesetzt werden sollen, zur Auflösung des Sanierungsstaus in der Sportstättenförderung zur Verfügung zu stellen“, so der Linkspolitiker.
Korschwesky abschließend: „Hier wird sich zeigen, ob wirklich etwas für die Entwicklung des Sportes in Thüringen getan werden soll oder nur vorweihnachtliche Wahlgeschenke durch die CDU verteilt werden.“
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Diana Glöckner
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