Home Hamburg Stadt sucht Ingenieure / Problem erkannt, Lösung nicht in Sicht
Hamburg

Stadt sucht Ingenieure / Problem erkannt, Lösung nicht in Sicht

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Das Personalamt der Stadt hat über Probleme geklagt, ausreichend Ärzte und Ingenieure für den öffentlichen Dienst zu gewinnen. Aus Sicht der Grünen überrascht die Hilflosigkeit, mit der der Senat dem Problem gegenüber steht. So ist seit langem bekannt, dass die Bezahlung zu gering ausfällt – vor allem, wenn Berufserfahrung nicht ausreichend anerkannt wird. Ein entsprechender Antrag der Grünen wurde von der SPD jedoch abgelehnt.

Dr. Anjes Tjarks, Sprecher für Personalwirtschaft der Grünen Bürgerschaftsfraktion, sagt dazu: „Diese Probleme sind nicht neu. Sie waren schon des Öfteren Thema im Personalausschuss und haben weitreichende Folgen für die Stadt. So könnten aufgrund des Mangels an Tiefbauingenieuren die Mittel, die für die Instandhaltung von Straßen veranschlagt wurden, nicht ausreichend ausgeschöpft werden. Das ist dramatisch. Umso überraschender ist es, wie hilflos das Personalamt darauf reagiert. Da Ärzte und Ingenieure überall händeringend gesucht werden, verwundert es kaum, dass das Argument der Übernahme nicht besonders gut zieht.“

Dr. Till Steffen, Sprecher für Verkehr der Grünen in der Hamburgischen Bürgerschaft, erklärt: „Die Beratungen im Personalausschuss haben gezeigt, dass die Stadt ein Bezahlungsproblem hat. Berufserfahrung wird nicht ausreichend anerkannt. Mir ist deshalb schleierhaft, warum unser Antrag zu diesem Thema von der SPD abgelehnt wurde. Dass nicht genug Tiefbauingenieure zur Verfügung stehen, war das zentrale Argument des Senats, die Gelder für Straßensanierung und Radverkehrsförderung so gering zu halten. Es ist unverständlich, warum der Senat dann die Möglichkeiten im Tarifvertrag für eine attraktivere Bezahlung nicht nutzt.“

Hintergrund:
In den Jahren 2010 bis 2013 wurden insgesamt 83 Tiefbauingenieurinnen und Tiefbauingenieure von der Stadt eingestellt. 49 von ihnen haben den Dienst an der Stadt nur aufgenommen, weil sie bereits in die Erfahrungsstufe 3 eingruppiert wurden. Dennoch konnte nicht ausreichend Personal gewonnen werden.

Christoph Zielinski – stellv. Pressesprecher
Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
in der Hamburgischen Bürgerschaft
Burchardstraße 21, 20095 Hamburg
Christoph.Zielinski@gruene-fraktion-hamburg.de
Telefon: +49-40-42831-1872
www.gruene-fraktion-hamburg.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
Warnung vor Betrugsmasche mit gefälschten „Zahlungsbefehlen“
AllgemeinHamburgRecht / Justiz

Warnung vor Betrugsmasche mit gefälschten „Zahlungsbefehlen“

Falsche Drohung: „Ihr Konto wird in Kürze gesperrt.“ Gefälschte „Gerichtsbeschlüssen“ und „Zahlungsbefehlen“...

280.000 medizinische Ansprechpartner zu über 1.000 Diagnose- und Therapieschwerpunkten
Hamburg

Fußball-WM ohne Herz-Flattern: Medizinische Spezialisten finden

(lnp) Fußball-WM ohne Herz-Flattern: Medizinische Spezialisten in der Arzt-Auskunft finden. Dr. med. Jessica...

Charakteristisches Immunsignal bei Ebola-Patienten
Hamburg

Charakteristisches Immunsignal bei Ebola-Patienten

(lnp) Charakteristisches Immunsignal bei Ebola-Patienten in Guinea. Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie...

Jahreswechsel: Ärzteschaft blickt sorgenvoll in die Zukunft
Hamburg

Jahreswechsel: Ärzteschaft blickt sorgenvoll in die Zukunft

(lnp) Das Jahr 2016 wird für die Arztpraxen im Land ein Jahr...