Home Hamburg Schlusslicht beim Deutschlandstipendium – Hamburgs Hochschulen lassen Bundesmittel verfallen
Hamburg

Schlusslicht beim Deutschlandstipendium – Hamburgs Hochschulen lassen Bundesmittel verfallen

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Hamburg ist bundesweit Schlusslicht bei der Vergabe der Deutschlandstipendien, mit denen leistungsstarke Studenten zusätzlich gefördert werden können. Gerade einmal 50 Stipendien wurden 2012 an den Hamburger Hochschulen vergeben. Dies geht aus einer heute vorgelegten Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts hervor. Bundesweit wurden demnach fast 14.000 Stipendien durch die Hochschulen vergeben. In Bremen, Brandenburg oder dem Saarland wurden bei niedrigeren Studierendenzahlen jeweils über 250 Deutschlandstipendien vergeben.

Dazu Thilo Kleibauer, wissenschaftspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:

„Hamburg hat einen deutlichen Nachholbedarf beim Deutschlandstipendium. Über 100 Universitäten von Aachen bis Zwickau schöpfen ihr Kontingent an Stipendienplätzen voll aus. Zwei Jahre nach dem Start des Programms sollte sich nun auch endlich die Hamburger Universität daran beteiligen und nicht weiter Mittel zur Förderung der Studierenden verfallen lassen. Natürlich ist die Vergabe der Deutschlandstipendien für die Hochschulen mit einem zusätzlichen Aufwand verbunden. Aber sie ist ein sinnvolles Instrument für eine bessere Stipendienkultur und für die Förderung leistungsstarker und engagierter Studenten.“

Hintergrund:

Mit zwei Schriftlichen Kleinen Anfragen (20/5995 und 20/7695) hatte sich Thilo Kleibauer zuletzt über die Vergabe von Deutschlandstipendien in Hamburg erkundigt. Insgesamt hätten die Hochschulen in Hamburg demnach mit Beteiligung privater Förderer 2012 bis zu 764 Deutschlandstipendien (davon alleine die Universität 372) vergeben können. Hierfür standen Bundesmittel von über 1,4 Millionen Euro zur Verfügung, die nicht genutzt wurden. Während sich bundesweit mehr als zwei Drittel aller Hochschulen an dem Programm beteiligen, sind es in Hamburg weniger als die Hälfte. Mit der Universität, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) und der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) beteiligen sich die großen staatlichen Hochschulen bislang nicht an dem Stipendienprogramm. Zusammen mit der Handelskammer haben diese 3 Hochschulen jetzt zumindest eine Arbeitsgruppe hierfür gegründet. Auch die Wissenschaftsbehörde „würde es begrüßen, wenn sich mehr Hamburger Hochschulen an dem Stipendien-Programm beteiligen“, heißt es in der Antwort auf die Anfrage.
 
Julia Wagner
Pressesprecherin
CDU-Bürgerschaftsfraktion
Rathausmarkt 1
20095 Hamburg
Fon: 040/428 31 – 1367
Fax: 040/428 31 – 2603
E-Mail: julia.wagner@cdu-hamburg.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
Warnung vor Betrugsmasche mit gefälschten „Zahlungsbefehlen“
AllgemeinHamburgRecht / Justiz

Warnung vor Betrugsmasche mit gefälschten „Zahlungsbefehlen“

Falsche Drohung: „Ihr Konto wird in Kürze gesperrt.“ Gefälschte „Gerichtsbeschlüssen“ und „Zahlungsbefehlen“...

280.000 medizinische Ansprechpartner zu über 1.000 Diagnose- und Therapieschwerpunkten
Hamburg

Fußball-WM ohne Herz-Flattern: Medizinische Spezialisten finden

(lnp) Fußball-WM ohne Herz-Flattern: Medizinische Spezialisten in der Arzt-Auskunft finden. Dr. med. Jessica...

Charakteristisches Immunsignal bei Ebola-Patienten
Hamburg

Charakteristisches Immunsignal bei Ebola-Patienten

(lnp) Charakteristisches Immunsignal bei Ebola-Patienten in Guinea. Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie...

Jahreswechsel: Ärzteschaft blickt sorgenvoll in die Zukunft
Hamburg

Jahreswechsel: Ärzteschaft blickt sorgenvoll in die Zukunft

(lnp) Das Jahr 2016 wird für die Arztpraxen im Land ein Jahr...