Home Bayern HIRSCH: Audiovisuelle Medien: Internetpolizei ist mit der FDP nicht zu machen
Bayern

HIRSCH: Audiovisuelle Medien: Internetpolizei ist mit der FDP nicht zu machen

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Die Liberalen haben sich heute gegen eine Ausweitung der europäischen Rundfunkregelungen auf neue, fernsehähnliche Dienste im Internet ausgesprochen. Der zugrundeliegende Borys-Bericht nimmt Stellung zum Kommissionspapier über die Anwendung der audiovisuellen Mediendiensterichtlinie (AVMD) und gibt zudem einen Ausblick darauf, wie die aktuelle Gesetzgebung auf neue Geräte, wie Hybridfernsehen, reagieren soll. Die medienpolitische Sprecherin der FDP im EP, Nadja Hirsch, erklärt das Abstimmungsverhalten:

„Hybridfernsehen oder Connected TV gibt Verbrauchern Zugang zu einer immensen Auswahl an Inhalten. Der Übergang von TV zu Internet ist dabei fließend. Während Rundfunkinhalte streng reglementiert sind, gelten für Videoabrufdienste und Dienste wie Youtube oder Newsportale völlig unterschiedlichen Regulierungsvorgaben. Der Borys-Bericht tendiert dazu, die strikten Regelungen für den Rundfunk, z.B. hinsichtlich Werberestriktionen oder Jugendschutz, auf das Internet zu übertragen. In der Praxis hätte das eine Totalüberwachung des Internets zur Folge. Denn alle Inhalte im Internet, egal ob vom Rundfunk eingestellte oder auch das Privatvideo auf Youtube, müssten auf Einhaltung dieser Vorgaben überprüft werden. Eine Internetpolizei wird es aber mit den Liberalen nicht geben! Deshalb haben wir heute im Plenum gegen den Bericht gestimmt.

Wir Liberale unterstützen einen flexiblen Ansatz, der Verbrauchern Orientierung im Dschungel des Inhalteangebots über TV und Internet bietet. Gleichzeitig könnten Verbraucher so das für sie oder ihre Kinder erwünschte Schutzniveau selbst bestimmen.

Ähnlich einem Gütesiegel könnten sich Inhalteanbieter bei einer unabhängigen Stelle freiwillig zertifizieren lassen. Die Kriterien könnten sich an denen der AVMD-Richtlinie orientieren und in Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen definiert werden. Den Inhalteanbietern mit einem solchen Gütesiegel würde eine bessere Auffindbarkeit gesichert. Verbraucher könnten eine informierte Entscheidung für oder gegen diese Anbieter treffen.“

Andreas Dietrich
Pressesprecher
FDP Bayern
Rindermarkt 6
80331 München
Tel.: 089 / 126 009 – 25
Fax: 089 / 126 009 – 30
presse@fdp-bayern.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
CO2-Reduzierung Illustration, Bild: pixabay.com
AllgemeinBayern

Jugendherbergen in Bayern reduzieren CO2-Ausstoß deutlich

Emissionen sinken auf 9 kg CO2 pro Gast und Übernachtung Umfassendes und...

Darmerkrankungen erhöhen das Risiko für Schuppenflechte
BayernWissenschaft

Darmerkrankungen erhöhen das Risiko für Schuppenflechte

Was tun bei Schuppenflechte? Was kann man tun? Aktuell veröffentliche Studie der...

Durchleuchtet: Die Geheimnisse der Chiffriermaschinen
AllgemeinBayern

Durchleuchtet: Die Geheimnisse der Chiffriermaschinen

60 Chiffriergeräte aus der Sammlung des Deutschen Museums werden in einem speziellen...

Bayerische Hochschulen erhielten rund 167,5 Millionen Euro
AllgemeinBayern

Bayerische Hochschulen erhielten rund 167,5 Millionen Euro

Zuwachs an Fördergeldern um acht Prozent Wissenschaftsminister Bernd Sibler zu hervorragendem Abschneiden...