Home Hamburg Fracking: Bundesregierung ohne Plan / Anlässlich der erneuten Verschiebung des Fracking-Gesetzentwurfes im Bundeskabinett erklärt Manuel Sarrazin, stellvertretender Landesvorsitzender der Hamburger Grünen
Hamburg

Fracking: Bundesregierung ohne Plan / Anlässlich der erneuten Verschiebung des Fracking-Gesetzentwurfes im Bundeskabinett erklärt Manuel Sarrazin, stellvertretender Landesvorsitzender der Hamburger Grünen

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) „Zum wiederholten Mal kann sich die Bundesregierung nicht auf eine gemeinsame Linie zur Einschränkung der Gasförderung mittels Fracking einigen. Das zeigt die Widersprüche in der Koalition: Auf der einen Seite predigt sie Fracking als energiepolitisches Heilsversprechen, auf der anderen Seite wird sie auf lokaler Ebene mit den unverantwortlichen Risiken und der breiten Kritik aus der Bevölkerung konfrontiert. Wenn CDU und FDP in Harburg, Bergedorf und Wilhelmsburg gegen Fracking reden, handelt sich offenbar um pure Augenwischerei.

Dabei würde selbst der bisher diskutierte Gesetzentwurf Fracking großflächig ermöglichen. Das Verbot von Fracking in Trinkwasserschutzzonen betrifft nur 14 Prozent der deutschen Landesfläche. Folglich wird Fracking auf 86 Prozent der Fläche Deutschlands in Zukunft genehmigungsfähig sein. Das Gerede von Altmaier über Moratorium und Verbot ist nicht mehr als eine Show, um die Kritiker zu beruhigen, während Rösler die Bohrtrupps in Marsch setzt.

Auch für Bergedorf, Harburg und Wilhelmsburg können die unverantwortlichen Risiken, die durch Fracking mit giftigen Chemikalien entstehen, nicht ausgeschlossen werden. Wir haben in Bundestag und Bundesrat Initiativen eingebracht, Fracking unter diesen Bedingungen nicht zuzulassen. Es gibt keine energiepolitische Notwendigkeit, unkonventionelles Erdgas mittels Fracking zu fördern. Die Vorräte in Deutschland sind sehr begrenzt, was den Einstieg in eine Risikotechnologie mit unbekannten Langfristfolgen auch energiepolitisch sehr fraglich erscheinen lässt.“

www.hamburg.gruene.de

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landesverband Hamburg
Silke Lipphardt, Pressesprecherin
Burchardstraße 21, 20095 Hamburg
Tel. 040.399 252-21/-22, Fax 040.399 252-99
E-Mail: presse@hamburg.gruene.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
Warnung vor Betrugsmasche mit gefälschten „Zahlungsbefehlen“
AllgemeinHamburgRecht / Justiz

Warnung vor Betrugsmasche mit gefälschten „Zahlungsbefehlen“

Falsche Drohung: „Ihr Konto wird in Kürze gesperrt.“ Gefälschte „Gerichtsbeschlüssen“ und „Zahlungsbefehlen“...

280.000 medizinische Ansprechpartner zu über 1.000 Diagnose- und Therapieschwerpunkten
Hamburg

Fußball-WM ohne Herz-Flattern: Medizinische Spezialisten finden

(lnp) Fußball-WM ohne Herz-Flattern: Medizinische Spezialisten in der Arzt-Auskunft finden. Dr. med. Jessica...

Charakteristisches Immunsignal bei Ebola-Patienten
Hamburg

Charakteristisches Immunsignal bei Ebola-Patienten

(lnp) Charakteristisches Immunsignal bei Ebola-Patienten in Guinea. Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie...

Jahreswechsel: Ärzteschaft blickt sorgenvoll in die Zukunft
Hamburg

Jahreswechsel: Ärzteschaft blickt sorgenvoll in die Zukunft

(lnp) Das Jahr 2016 wird für die Arztpraxen im Land ein Jahr...