(LNP) Wolfgang Schwarz, weinbaupolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, stellt im Anschluss an die heutige Anhörung zur künftigen Profilierung kleinerer Weinlagen im Ausschuss für Landwirtschaft und Weinbau des Landtags fest:
„Die Herausstellung von Weinen aus kleinen Lagen, beispielsweise Katasterlagen, kann den Wein stärker in Wert setzen und die Anbauregionen noch stärker profilieren. Als Land sollten wir den neuen Gestaltungsspielraum nutzen, den der Bund den Ländern im Zuge der Änderung des Weingesetzes eingeräumt hat. An der Gesetzesnovellierung war Rheinland-Pfalz im Vorfeld beteiligt. Eine bundeseinheitliche Lösung war hierbei nicht möglich gewesen. Künftig können für Weine aus Einzellagen und Steillagen von den Ländern gesonderte Anforderungen festgelegt werden. Ziel muss es sein, diesen neuen Spielraum im Sinne der Qualitäts- und Kundenorientierung des Weinbaus zu nutzen. Die heutige Anhörung hat die Spannbreite der möglichen Positionen noch einmal deutlich gemacht. Ich danke allen Anzuhörenden für ihre Beiträge zur Weiterentwicklung des Weinbezeichnungsrechts.“
Grundlage der Anhörung im Ausschuss für Landwirtschaft und Weinbau des Landtags war ein Antrag der rheinland-pfälzischen Regierungsfraktionen zur Einzellagenprofilierung (Drucksache 16/1869). Die Fortschreibung des Weinbezeichnungsrechts soll sich nach dem Willen der rheinland-pfälzischen Regierungsfraktionen konsequent daran orientieren, dass bei der künftigen Angabe kleinerer geografischer Angaben höhere qualitative Anforderungen an den Wein gestellt werden.
Die neuen Anforderungen für Weine aus kleinen Lagen sollten für die einzelnen Weinbaugebiete spezifisch angepasst sein. Dies solle in Abstimmung mit den Vertretern der Weinbauregionen geschehen, betont Schwarz. Eine klare Abgrenzung und unterscheidbare Bezeichnung von Groß- und Einzellagen sei weiterhin für die Zukunft sinnvoll. Allerdings liege dies im Regelungsbereich des Bundes und die Bereitschaft der Kellereien zu einer Veränderung sei hier in den Bundesländern unterschiedlich.
„Ernsthaft diskutiert werden muss die Möglichkeit, in Zukunft die höheren Anforderungen für Katasterlagen anzuwenden. Dies kann denkbar sein, da die Einzellagen in den verschiedenen Weinanbaugebieten eine durchschnittlich unterschiedliche Größe haben. Gleichzeitig wollen wir, dass gerade die Steillagen die höheren Anforderungen so nutzen können, dass sich die höhere Qualität auch im Preis ausdrückt. Die neuen Möglichkeiten jedoch überhaupt nicht zu nutzen und alles beim Alten zu belassen, kann keine Lösung sein. Viele Winzerinnen und Winzer haben von sich aus die Initiative ergriffen und notwendige Veränderungen bei der Lagenprofilierung angemahnt. Die qualitätsorientierten Winzerinnen, Winzer bzw. Weinbaubetriebe müssen weiterhin für uns Richtschnur bleiben“, so der weinbaupolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz.
SPD-Landtagsfraktion
Maria Wagner/Sekretariat Pressestelle
~ Kaiser-Friedrich-Straße 3 ~ 55116 Mainz
Tel.:06131/2083217
Fax: 06131/2084217
www.spdfraktion-rlp.de
Web-Tipp der Redaktion: http://lifestyle-sh.socialus.info/
Kommentar hinterlassen