Home Thüringen Jugendstrafverfahren: Jugendstationen in Gera und Jena haben sich bewährt / Meißner: Erfurt soll Widerstand gegen Jugendstation aufgeben
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Jugendstrafverfahren: Jugendstationen in Gera und Jena haben sich bewährt / Meißner: Erfurt soll Widerstand gegen Jugendstation aufgeben

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(LNP) Die Stadt Erfurt sollte eine Jugendstation für straffällig gewordene Jugendliche einrichten und sich nicht weiter dem entsprechenden Wunsch des Thüringer Justizministers verweigern. Das hat die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Beate Meißner, heute in Erfurt gefordert. „Die in Gera und Jena arbeitenden Jugendstationen tragen nachweisbar dazu bei, Jugendkriminalität zu senken. Es ist nicht nachvollziehbar, warum eine solche Station in Thüringens größter Stadt immer noch nicht existiert, obwohl das benötigte Personal grundsätzlich vorhanden ist und sich das Land an der Finanzierung beteiligt“, sagte Meißner.

Anlass für die Wortmeldung Meißners ist die Beratung des Themas im Justiz- und Verfassungsausschuss des Landtags in dieser Woche. In Jugendstationen bearbeiten Staatsanwälte, Polizisten und Sozialarbeiter Straftaten von Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden gemeinsam. Die Stationen können Jugendstrafverfahren so durchführen, dass dem Erziehungsauftrag besonders gut entsprochen werden kann. „Der Justizminister konnte berichten, dass die Zahl der Jugendstrafverfahren durch die Jugendstationen in Gera und Jena im Einzugsbereich erheblich zurückgegangen ist“, fasste die jugendpolitische Sprecherin zusammen.

Mit Blick auf die für Erfurt besonders günstige Nachbesserung beim Kommunalen Finanzausgleich ermunterte die Abgeordnete die Landeshauptstadt, „das Thema jetzt anzugehen. Das Geld ist dort sicherlich besser und nachhaltiger angelegt als in längst nicht spruchreifen Stadionprojekten. Die Jugendstationen kommen allen zugute: der öffentlichen Sicherheit, den strauchelnden Jugendlichen und indirekt auch dem Steuerzahler. Denn durch die Arbeit der Stationen wächst die Chance, kriminelle Karrieren gleich zu Anfang abzuwenden“, schloss Meißner.

Dr. Karl-Eckhard Hahn
Pressesprecher
CDU-Fraktion im Thüringer Landtag
Jürgen-Fuchs-Straße 1
99096 Erfurt
Telefon :  (03 61) 37 72 200
Fax :  (03 61) 37 72 414

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