Home Rheinland-Pfalz Abschiebungen vermeiden – keine humanitären Härten im Winter und keine Haft für Schutzbedürftige
Rheinland-Pfalz

Abschiebungen vermeiden – keine humanitären Härten im Winter und keine Haft für Schutzbedürftige

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Rheinland-Pfalz wird im Winter keine Menschen abschieben, wenn dies für sie eine humanitäre Härte bedeuten würde. Diese Regelung beschränkt sich nicht auf bestimmte   Herkunftsländer oder ethnische Gruppen. Stattdessen soll jeder Einzelfall geprüft werden, um winterbedingte humanitäre Härten generell zu verhindern. Einen entsprechenden Erlass hat das Integrationsministerium heute herausgegeben. „Wir haben uns bewusst gegen einen Abschiebestopp nur in bestimmte Länder oder für bestimmte Gruppen entschieden. Unsere Regelung setzt keine Grenzen, um allen schutzbedürftigen Menschen diesen Schutz vor winterbedingten Härten auch geben zu können“, erklärt Integrationsministerin Irene Alt.

Außerdem schließt das Integrationsministerium die Inhaftierung von schutzbedürftigen Ausreisepflichtigen wie Familien, Alleinerziehenden, Kranken oder alten Menschen ab heute per Erlass grundsätzlich aus. Zwar wurden diese Menschen auch in der Vergangenheit nur in Ausnahmefällen in Abschiebehaft genommen. Mithilfe des Erlasses zur Vermeidung von Abschiebehaft von Schutzbedürftigen, den das Ministerium heute an die Ausländerbehörden im Land verschickt, wird dies nun generell festgeschrieben.

„Ausreisepflichtige sind keine Straftäter. Auch wenn wir aufgrund der Bundesgesetzgebung nach wie vor Ausreisepflichtige in bestimmten Fällen inhaftieren müssen, können wir so wenigstens Schutzbedürftige davon ausnehmen“, sagt Ministerin Alt und betont ihre grundsätzliche Ablehnung von Abschiebehaft. Diese Haltung teilt auch die Mehrheit im Landtag, der im Sommer mit den Stimmen der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen beschloss, dass sich die Landesregierung auf Bundesebene für die Abschaffung der Abschiebehaft einsetzen soll.

Astrid Eriksson
Pressesprecherin
MINISTERIUM FÜR INTEGRATION, FAMILIE, KINDER,
JUGEND UND FRAUEN RHEINLAND-PFALZ
Kaiser-Friedrich-Straße 5a
55116 Mainz
Telefon 06131 – 16 56 32
Pressestelle@mifkjf.rlp.de
www.mifkjf.rlp.de

Tipp aus der Redaktion: http://piratenpartei-politik-muenchen.blogspot.de/

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
25 Jahre Krebsregistrierung in Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz

25 Jahre Krebsregistrierung in Rheinland-Pfalz

Das Krebsregistrierung ist eine erfolgreiche Entwicklung mit vielen Chancen für die Zukunft...

Bekämpfung der Kinder- und Jugendarmut in Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz

Bekämpfung der Kinder- und Jugendarmut in Rheinland-Pfalz

(lnp) Seit nunmehr fünf Jahren unterstützt das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation...

Deutsche Forschungsgemeinschaft: 15 Mio. Euro Förderprogramm
Rheinland-Pfalz

Deutsche Forschungsgemeinschaft: 15 Mio. Euro Förderprogramm

Erfolg für Mainz : Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Forschung in der Physik (lnp)...

Neue Studienergebnisse zu Long COVID-Symptomen vorgelegt
AllgemeinPartnermeldungenRheinland-Pfalz

Long COVID-Symptomen nach SARS-CoV-2-Infektion auf der Spur

Neue Studienergebnisse zu Long COVID-Symptomen vorgelegt Wissenschaftsminister Hoch und Universitätsmedizin Mainz starten...