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ERDEL: Zukunftsfähigkeit der Bioenergie

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(LNP) Eine durch das Bundeslandwirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Studie zur Bioenergie bestätigt, dass die Nutzung von Agrarflächen zur Bioenergieerzeugung auch langfristig möglich und sinnvoll ist. Die Studie sieht in Europa einen stetig sinkenden Flächenbedarf für die Nahrungsmittelerzeugung. Damit können auch weiterhin Flächen für die Erzeugung von Biomasse genutzt werden. Diese Biomasse kann sowohl stofflich, etwa für Dämmstoffe genutzt werden, als auch für eine ökologische Energieerzeugung. Explizit kommt die Studie auch zum Schluss, dass der Einsatz von Biokraftstoffen „unverzichtbar“ ist. Der FDP-Experte für Erneuerbare Energien im Agrarausschuss Rainer Erdel sieht sich durch die Studie bestätigt:

„Ich habe bereits in der Vergangenheit die sogenannte IFPRI-Studie kritisiert, an der auch die Hohenheimer Wissenschaftlern zu Recht zweifeln. Insbesondere weisen die Hohenheimer zu Recht darauf hin, dass es weltweit noch erhebliche Brachflächen gibt, die landwirtschaftlich genutzt werden können. Zudem können Energiepflanzen wie Raps oder Soja gleichzeitig als Tierfutter und Energiepflanze dienen. Diese und weitere entscheidende Fakten ignoriert die IFPRI Studie gänzlich. Wir sind in der Lage durch weitere Steigerungen der Flächenproduktivität auf kleineren landwirtschaftlichen Flächen dieselbe Menge an Nahrungsmitteln zu produzieren wie früher. Damit können auf freiwerdenden Flächen Energiepflanzen produziert werden.

Es erscheint mir dringend geboten die Debatte um die Bioenergie wieder zu versachlichen. Die Bioenergie ist und bleibt ein wichtiger Baustein in der Energiewende. Weiterhin gelten die Argumente, dass wir dadurch Treibhausgasemissionen einsparen und unsere Abhängigkeit von fossiler Energie verringern. Selbstverständlich hat die Erzeugung von Nahrungsmitteln Vorrang – wo immer möglich müssen aber auch die verfügbaren Potenziale zur Erzeugung von nachwachsenden Rohstoffen und Bioenergie genutzt werden.“

Andreas Dietrich
Pressesprecher der bayerischen FDP-Landesgruppe
im Deutschen Bundestag

FDP Bayern
Rindermarkt 6
80331 München

Tel.: 089 / 126 009 – 25
Fax: 089 / 126 009 – 30
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