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Tag des alkoholgeschädigten Kindes: Keine Kürzung bei Suchtprävention

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(LNP) Heute ist der „Tag des alkoholgeschädigten Kindes” – mittlerweile schon zum 14. Mail. Das solch ein mahnender Tag notwendig ist, beweisen folgende Zahlen: Jedes Jahr werden in Deutschland 10.000 alkoholgeschädigte Kinder geboren, davon 4.000 Kinder mit dem Vollbild des Fetalen Alkoholsyndroms (FAS), einer schwerwiegenden geistigen und körperlichen Behinderung. FAS zählt zu den häufigsten angeborenen Behinderungen in Deutschland. Es tritt beispielsweise im Vergleich zum Down-Syndrom doppelt so häufig auf. Nach einer Studie der Berliner Charité gaben 58 Prozent der befragten schwangeren Frauen an, während der Schwangerschaft gelegentlich Alkohol zu trinken

Hjalmar Stemmann, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Das ist ein alarmierender Zustand! Bereits geringe Mengen Alkohol können das ungeborene Kind erheblich schädigen. Unter diesen möglichen geistigen und körperlichen Fehlentwicklungen leiden die Betroffenen oftmals ein Leben lang. Alleine durch absoluten Alkoholverzicht in der Schwangerschaft ist dies zu 100 Prozent vermeidbar, konsequente Aufklärung und Unterstützung ist deshalb unverzichtbar.”

Eine Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht bedeutet jedoch auch, dass Hilfsangebote nicht nur auf einen Einzelnen abzielen, sondern im Falle einer Suchtproblematik die gesamte Familie einbeziehen. Dies ist gerade im Hinblick auf die Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen von entscheidender Bedeutung. Das Gruppenangebot „Trampolin“, das gemeinsam vom Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) sowie dem Deutschen Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) in Nordrhein-Westfalen entwickelt und wissenschaftlich erforscht wurde, ist eines der wenigen Hilfsangebote für Kinder aus suchtbelasteten Familien.

Stemmann: „Das Beispiel ‚Trampolin’ zeigt eindrucksvoll, wie wichtig das DZSKJ auch über die Hamburger Landesgrenzen hinaus ist. Würden der SPD-Senat den Kinder- und Jugendschutz im Hinblick auf die Bereiche ‚Drogen und Sucht’ wirklich ernst nehmen, gäbe die Kürzung der Fördergelder für das DZSKJ sicherlich nicht zur Debatte. Der Senat setzt ganz klar falsche Prioritäten!

Hintergrund
Bei „Trampolin“ wird im Rahmen von wöchentlichen Kinder-Modulen die elterliche Sucht und der Umgang damit thematisiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die teilnehmende Kinder vom Programm profitierten, z.B. hinsichtlich ihrer Stressbewältigungsstrategien und einer Reduktion ihrer psychischen Belastung.

Julia Wagner
Pressesprecherin
CDU Bürgerschaftsfraktion
Rathausmarkt 1
20095 Hamburg
Fon: 040/428 31 – 1367
Fax: 040/428 31 – 2603
E-Mail: julia.wagner@cdu-hamburg.de

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