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10 Jahre Elbeflut: Wetterextreme bleiben Herausforderung

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(LNP) „Die Tendenz hin zu längeren Trockenperioden als auch Zeiträumen mit hohen Niederschlägen sowie Extremsituationen stellt eine Herausforderung dar, der sich das Land künftig verstärkt stellen muss“, so Staatssekretär Daniel Rühmkorf heute auf der Hochwasserkonferenz des Landkreises Prignitz in Wittenberge.  Von zentraler Bedeutung hierfür sei die Umsetzung der Hochwasserrisikomanagementrichtlinie und die damit verbundene Erarbeitung der Hochwasserrisikomanagementpläne bis Ende 2015. Diese bilden künftig eine entscheidende Handlungsgrundlage im Umgang mit dem Risiko durch Hochwasser.

Seit 2002 hat das Land viel in die Deichsanierung und den Hochwasserschutz investiert. Aktuell sind 70 der 76 Kilometer Elbehauptdeiche im Landkreis Prignitz saniert. Bis 2011 wurden rund 70 Millionen Euro für die Elbedeichsanierung aufgewandt. Mit der Deichrückverlegung Lenzen – einem Projekt, welches gemeinsam mit dem Naturschutz umgesetzt wurde – konnten insgesamt 420 Hektar Überflutungsfläche gewonnen werden. Rühmkorf: „Die Sanierung der Hochwasserschutzanlagen an Elbe und Oder wird mit oberster Priorität fortgeführt und zum Abschluss gebracht.“

An der Brandenburger Elbe geht es um 148 Kilometer Deiche. Insgesamt haben wir in Brandenburg rund 1500 Kilometer Deiche und Dämme. Von diesen wurden seit der Wende 250 Kilometer, vor allem an Elbe und Oder, für 300 Millionen Euro saniert oder neugebaut. „Noch nie ist so viel Geld in den Hochwasserschutz in Brandenburg geflossen wie in den vergangenen 20 Jahren“, so Rühmkorf. Nach den großen Flüssen Elbe und Oder, in deren Umfeld bei Hochwasser viele Menschenleben gefährdet sind, gilt der Augenmerk jetzt den kleineren Flüssen wie Neiße, Schwarze Elster, Havel, Stepenitz oder Spree. Das Hochwasserextremjahr 2010 hat allen vor Augen geführt, wie wichtig es auch dort ist, den Hochwasserschutz voranzutreiben.

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