Home Brandenburg Platzeck zu 20 Jahre Hauptstadtvertrag: Umzug muss vollendet werden
Brandenburg

Platzeck zu 20 Jahre Hauptstadtvertrag: Umzug muss vollendet werden

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Zum 20. Jahrestag der Unterzeichnung des so genannten Hauptstadtvertrages zwischen dem Bund und dem Land Berlin sowie der Vereinbarung mit Brandenburg am Samstag erklärt Ministerpräsident Matthias Platzeck:

„Mit dem vor 20 Jahren geschlossenen Hauptstadtvertrag nahm der Umzug von Parlament und Regierung in die Hauptstadt des vereinten Deutschlands endlich Fahrt auf. Und es war gut, dass das Land Brandenburg bei dieser für die Zukunft der Bundesrepublik so wichtigen Weichenstellung mit am Tisch saß. Es hat zur inneren Einheit beigetragen, dass Berlin mitten im Osten Deutschlands zur Hauptstadt wurde. Aber erst die Verlagerung von Parlament und Regierung hat die neue Rolle Deutschlands im Herzen Europas erkennbar gemacht. Berlin hat sich durch die Umsetzung des Hauptstadtvertrags verändert. Es ist aus dem Schatten der Mauer getreten und zur pulsierenden Metropole geworden. Wir hier in Brandenburg haben als Nachbarn die sich daraus ergebenden Chancen genutzt. Der Begriff Hauptstadtregion, der heute mit Wirtschaftsboom, Kreativität und wachsendem Fachkräftebedarf assoziiert wird, umschreibt diese Entwicklung bestens.  

Auch Bonn übrigens hat sich durch den Hauptstadtvertrag verändert. Es ist gefragter Sitz von UN- und anderen Organisationen geworden. Alle Unkenrufe, die Stadt würde gewissermaßen aufgegeben, sind Makulatur. Ein Grund mehr, die damaligen Vereinbarungen auf den Prüfstand zu stellen und jetzt endlich die ganze Bundesregierung nach Berlin zu holen. Ich denke, dass Willy Brandt auch in dieser Frage recht behalten wird, der einmal gesagt hat: ´Das tatsächliche Geschehen, der historische Prozess beeinflusst und verändert die politischen Positionen, auch die Meinungen darüber, was politisch für richtig gehalten wird.´“

Die damaligen Regierungschefs der Bundesrepublik und Berlins, Helmut Kohl, Eberhard Diepgen, hatten am 25. August 1992 den Hauptstadtvertrag über den Ausbau Berlins zum künftigen Parlaments- und Regierungssitz unterzeichnet. Zugleich signierten Kohl und Ministerpräsident Manfred Stolpe eine parallele Vereinbarung, mit der die Mitspracherechte Brandenburgs beim Berlinumzug von Parlament und Regierung gewahrt werden sollten.

Staatskanzlei Brandenburg
Aktuelle Presse- und Informationsarbeit
Heinrich-Mann-Allee 107
14473 Potsdam
Chef vom Dienst
Tel.: (0331) 866 – 1251, -1356, -1359
Fax: (0331) 866 – 1416
Mail: presseamt@stk.brandenburg.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
Brandenburg stärkt Rechtskundeunterricht an Schulen
AllgemeinBrandenburgRecht / Justiz

Brandenburg stärkt Rechtskundeunterricht an Schulen

Neue Impulse für die Rechtsbildung junger Menschen (lnp) Brandenburg setzt ein starkes...

Warnung vor Fälschungen des Arzneimittels Ozempic®
BrandenburgMedizin / Gesundheit

Warnung vor Fälschungen des Arzneimittels Ozempic®

Achtung: Warnung vor gefälschtem Arzneimittel! Fälschungen sind von den Originalen leicht zu...

Start der Zeckensaison: Gefahr von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
AllgemeinBrandenburgWissenschaft

Zecken: erhöhte Aufmerksamkeit nach Aufenthalten im Freien

Start der Zeckensaison: Gefahr von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) Gesundheitsministerin Nonnemacher mahnt zu erhöhter...

Produktionsschulen – dritte Chance auf dem Weg in das Berufsleben
Brandenburg

Produktionsschulen: Chancen auf dem Weg in das Berufsleben

(lnp) Brandenburger Produktionsschulen beteiligen sich am bundesweiten „Aktionstag der Produktionsschulen und Jugendwerkstätten“....