(LNP) „Thüringen hat gute Voraussetzungen, um in den nächsten Jahren an noch weiteren alten Ländern außer Bremen vorbeizuziehen.“ Das hat der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Gerhard Günther, zum Bundesländerranking 2012 gesagt. Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, das Institut der deutschen Wirtschaft und die Wirtschaftswoche legen den Ländervergleich jährlich vor. Optimistisch ist Günther, weil Thüringen zu den vier Ländern gehört, die sich am dynamischsten entwickeln.
Vor allem bei der Entwicklung der verfügbaren Einkommen, dem Rückgang der Arbeitslosigkeit und der Produktivität ist Thüringen dem Ländervergleich zufolge auf der Überholspur. Bei der Bewertung des Ist-Zustandes gehört vor allem das hohe Maß an innerer Sicherheit zu den großen Stärken Thüringens. Wie Günther ausführte, ergibt sich aus den Zahlen allerdings auch, dass der Freistaat trotz der dynamischen Einkommensentwicklung bei den Einkünften der Arbeitnehmer noch deutlich hinterherhinkt. „In diesem Punkt sind vor allem die Tarifpartner gefragt. Eine anständige Bezahlung ist das entscheidende Mittel gegen die immer noch zu hohe Abwanderung“, so der Wirtschaftspolitiker.
Angesichts des Fachkräftebedarfs bereitet ihm vor allem der wieder steigende Anteil der Schüler Sorgen, die ihre Schullaufbahn ohne Abschluss beenden. „Seit 2000 ist die Quote durch die Konzentration auf Schul- und Bildungsqualität in verlässlichen Rahmenbedingungen gesunken. Dass sie seit 2009 wieder steigt, ist beunruhigend. Was sich zurzeit in den Schulen abspielt, ist nicht dazu angetan, diesen verhängnisvollen Trend wieder umzudrehen“, sagte Günther.
Dr. Karl-Eckhard Hahn
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