Home Bayern FREIE WÄHLER stellen Gesetzentwurf zum Frequenzstreit um BR-Jugendwelle „Puls“ vor
Bayern

FREIE WÄHLER stellen Gesetzentwurf zum Frequenzstreit um BR-Jugendwelle „Puls“ vor

Teilen Sie
Teilen Sie

Piazolo: Ein Frequenztausch wäre rechtswidrig – Widerspruch in der Rechtslage muss beseitigt werden

(LNP) Diese Debatte beherrscht derzeit die bayerische Rundfunklandschaft: Der Bayerische Rundfunk will seinen Klassiksender von analoger auf digitale Verbreitung umstellen und im Gegenzug soll die bislang nur digital verbreitete Jugendwelle „Puls“ die UKW-Frequenzen von BR-Klassik übernehmen. Im Zuge der Diskussion macht Prof. Dr. Michael Piazolo, medienpolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion und Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst, auf einen entscheidenden Widerspruch in der Rechtslage aufmerksam: „Die Regelungen im Rundfunkstaatsvertrag sowie im Bayerischen Rundfunkgesetz sind widersprüchlich.“ Bayern habe sich im Rundfunkstaatsvertrag verpflichtet, einen Tausch zwischen analogem und digitalem Sender nicht vorzunehmen, in seinem Rundfunkgesetz ist dies wiederum explizit erlaubt – während gleichzeitig die Geltung des Rundfunkstaatsvertrags betont wird.

Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion hält deshalb eine Gesetzesänderung für dringend notwendig und hat bereits einen Gesetzentwurf eingebracht, der am morgigen Dienstag im Landtag in erster Lesung behandelt wird. „Wir wollen das Bayerische Rundfunkgesetz dergestalt ändern, dass es dem Rundfunkstaatsvertrag nicht mehr widerspricht – und einen Austausch digitaler Hörfunkprogramme durch analoge untersagt. Damit wäre der Rechtsfrieden aus unserer Sicht wieder hergestellt“, so Piazolo. Schließlich sei Bayern gegenüber den anderen Bundesländern eine vertragliche Verpflichtung eingegangen und verhalte sich momentan rechtswidrig. „Der bayerische Gesetzgeber ist unserer Ansicht nach verpflichtet, die derzeitige rechtswidrige Regelung zu ändern. Deshalb hoffe ich auch auf eine breite Zustimmung morgen im Plenum“, sagte Piazolo.

Interessant sei auch, so Piazolo, dass die Ausnahmeregelung im Rundfunkgesetz einst geschaffen wurde, um die digitale Technik zu stärken. Mit dem geplanten Wechsel zwischen BR-Klassik und „Puls“ werde nun jedoch genau das gegenteilige Ziel verfolgt. „Scheinbar sieht man beim BR die Zukunft mehr im Analogen“, stellt Piazolo fest.

Pressekontakt:
Der Pressesprecher der FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION im Bayerischen Landtag
Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München
Tel.: +49 (0) 89 / 41 26 – 29 41, Dirk.Oberjasper@FW-Landtag.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
CO2-Reduzierung Illustration, Bild: pixabay.com
AllgemeinBayern

Jugendherbergen in Bayern reduzieren CO2-Ausstoß deutlich

Emissionen sinken auf 9 kg CO2 pro Gast und Übernachtung Umfassendes und...

Darmerkrankungen erhöhen das Risiko für Schuppenflechte
BayernWissenschaft

Darmerkrankungen erhöhen das Risiko für Schuppenflechte

Was tun bei Schuppenflechte? Was kann man tun? Aktuell veröffentliche Studie der...

Durchleuchtet: Die Geheimnisse der Chiffriermaschinen
AllgemeinBayern

Durchleuchtet: Die Geheimnisse der Chiffriermaschinen

60 Chiffriergeräte aus der Sammlung des Deutschen Museums werden in einem speziellen...

Bayerische Hochschulen erhielten rund 167,5 Millionen Euro
AllgemeinBayern

Bayerische Hochschulen erhielten rund 167,5 Millionen Euro

Zuwachs an Fördergeldern um acht Prozent Wissenschaftsminister Bernd Sibler zu hervorragendem Abschneiden...