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Friseur-Mindestlohn nicht gegen die Beschäftigten wenden

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(LNP) Als ein „falsches Spiel“ bezeichnet Ina Leukefeld, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, das derzeitige Vorgehen eines Teils der Friseurbranche mit dem seit dem 1. August gültigen Mindestlohn. „Offensichtlich versuchen die Geschäftsführungen, die eigentlichen Lohnsteigerungen durch erhöhte Leistungsanforderungen in Form von festgelegten Mehrleistungen und Kürzungen von Zuschlägen in ihr Gegenteil zu verkehren und zugleich mit der Begründung ,Mindestlohn‘ die Preisschrauben anzudrehen. Das ist schlicht unredlich.“

„Offenbar soll mittels des Prinzips ,Mit einer Hand geben, mit der anderen nehmen‘ der Niedriglohn der Branche beibehalten werden und der Mindestlohn sowohl den Beschäftigten als auch den Kundinnen und Kunden madig gemacht werden. Das sollten sich Beschäftigte im Friseurhandwerk nicht gefallen lassen. Damit gefährdet die Branche die Chance, die in vernünftigen Löhnen liegt und für die die Kunden bisher sehr verständnisvoll reagiert haben“, befürchtet die Arbeitsmarktpolitikerin. „Die Menschen sind durchaus bereit, mehr für Friseurdienstleistungen zu zahlen, aber nur, wenn auch wirklich der Lohn der Angestellten dadurch steigt.“

Die Lösung liegt für Frau Leukefeld in einem neuen Tarifabschluss, der den Mindestlohn tatsächlich wieder als unterste Schwelle festschreibt. „Ich rufe die Tarifparteien auf, sich schnellstmöglich zusammenzusetzen und im Interesse der Beschäftigten klare Standards und existenzsichernde Tariflöhne über dem wenig berauschenden Mindestlohn von 6,50 Euro zu vereinbaren. Auch von 6,50 Euro kann kein Mensch leben und das Aufstocken geht weiter. Erst bei einem Mindestlohn von zehn Euro ist ein Ende des zusätzlichen Hartz IV-Bezugs für die Betroffenen sichergestellt. Deshalb werden wir uns auch weiterhin hierfür in Bund und Land einsetzen“, kündigt Ina Leukefeld abschließend an.

Pressesprecherin
Diana Glöckner
Tel.: 0361 – 377 2293
Fax: 0361 – 3772321
gloeckner@die-linke-thl.de

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