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Gender Studies: Wissenschaftsfreiheit und europäischer Wertekanon

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Gender Studies: Wissenschaftsfreiheit und europäischer Wertekanon
Anlässlich des Verbots der Gender Studies an ungarischen Universitäten erklärt Kai Gehring, Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule:
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(lnp) Gender Studies: Wissenschaftsfreiheit und europäischer Wertekanon.

Gender Studies/Ungarn: Frontalangriff auf die Wissenschaftsfreiheit und europäischen Wertekanon. Anlässlich des Verbots der Gender Studies an ungarischen Universitäten erklärt Kai Gehring, Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule:

Die rechtskonservative Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orbans geriert sich mit der Verbannung der Geschlechterforschung von den ungarischen Hochschulen einmal mehr als wissenschaftsfeindlich – und damit demokratie- und europafeindlich. Wissenschaftsfreiheit gehört zum Markenkern des europäischen Wertekanons, das muss auch die ungarische Regierung akzeptieren. Mit diesem Frontalangriff auf unser Wertefundament will Orban Ungarn ins vormoderne Vorgestern zurückkatapultieren und die Verteidiger*innen gesellschaftlicher Vielfalt weiter einschüchtern. Ein solch schwerer Schlag gegen freie Forschung und Lehre, die Geschlechterforscher*innen und Studierenden ist für uns Europäer*innen nicht hinnehmbar.

Die EU-Kommission in Brüssel und auch die Bundesregierung in Berlin müssen zeigen, dass unsere Grundwerte nicht verhandelbar sind. Denn auch andere in Augen der rechten ungarischen Regierung missliebigen Forschungszweige drohen ins Visier staatlichen Kontrollwahns und der Wissenschaftsfeindlichkeit zu geraten. Ein klares Bekenntnis von Ministerin Karliczek zur Bedeutung der Gender Studies und Wissenschaftsfreiheit wäre jetzt dringend angebracht. Geschlechterforschung leistet große Beiträge zur Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen, vor denen wir stehen. Denn auch in Deutschland sind wir noch viel zu weit entfernt von der Gleichstellung und Chancengerechtigkeit der Geschlechter – das beweist schon ein Blick in die Spitzenpositionen der Republik.

Pressekontakt:
Kai Gehring MdB
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Sprecher für Hochschule,
Wissenschaft & Forschung Obmann im Ausschuss für Bildung, Forschung & Technikfolgenabschätzung
Platz der Republik 1/ 11011 Berlin
Tel: 030 227-74501/ Fax: 030 227-76642
Kai.Gehring@bundestag.de

Quelle: Pressemitteiliung Bündnis 90/Die Grünen vom 17.10.2018
Bildquelle: pixabay.com

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