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Hochwasserschutz an Hühnerbach und Gennach unerlässlich

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Hochwasserschutz an Hühnerbach und Gennach unerlässlich
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20 Millionen Euro für gemeindeübergreifendes Konzept

Bereits fünftes Hochwasserrückhaltebecken in Betrieb genommen

(LNP) Der Hochwasserschutz an Hühnerbach und Gennach (Landkreis Ostallgäu) wird Zug um Zug weiter ausgebaut und verbessert. Dies betonte die Bayerische Umweltstaatssekretärin Melanie Huml bei der Inbetriebnahme des Hochwasserrückhaltebeckens „Indianer“ in Ob, Gemeinde Bidingen. „Die aktuelle Wetterlage zeigt: Hochwasser kann unvermittelt zur drohenden Gefahr werden. Ein umfassender Hochwasserschutz ist deshalb unerlässlich für die Menschen. Heute bringen wir im Landkreis Ostallgäu einen weiteren Baustein auf den Weg“, so Huml.

Bayern fördert das Rückhaltebecken „Indianer“ mit 900.000 Euro, die EU trägt eine Million Euro und Hochwasserzweckverband Gennach-Hühnerbach rund 700.000 Euro. „Starkregen lässt vor allem im Voralpenland selbst kleine Bäche schnell zu reißenden Strömen werden. Der Hochwasserschutz ist deshalb wichtige Zukunftsaufgabe, Schadensprävention und Teil der Daseinsvorsorge. Auch die Menschen im Ostallgäu haben bereits erleben müssen, wie schnell Hühnerbach und Gennach mit verheerenden Folgen über die Ufer treten.“

Die elf Kommunen des Hochwasserzweckverbandes Gennach-Hühnerbach werden laut Huml finanziell, planerisch und personell unterstützt: In enger fachlicher Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Kempten ist bis 2014/2015 neben Gewässerausbau- und Renaturierungsmaßnahmen insbesondere der Bau von zehn Hochwasserrückhaltebecken für Gesamtkosten von rund 20 Millionen Euro vorgesehen. Damit können rund 1,7 Millionen Kubikmeter Wasser von den Gemeinden abgehalten werden.

Das größte Rückhaltebecken ist das Becken „Indianer“. Vier Rückhaltebecken sind bereits in Betrieb und drei weitere stehen kurz vor der Fertigstellung. Allein das Becken „Indianer“ wird zusammen mit dem Rückhaltebecken „Engelmaiersee“ etwa 250 Einwohner der Gemeinde Bidingen und rund 18 Hektar Siedlungsgebiet mit einem Schadenspotential von rund 4,4 Millionen Euro vor einem hundertjährlichen Hochwasser schützen.

Die Bayerische Staatsregierung unterstützt seit Jahren konsequent den Hochwasserschutz. Insgesamt werden bis 2023 im Freistaat knapp drei Milliarden Euro in den Hochwasserschutz investiert. Bisher wurden über 1,6 Milliarden Euro aufgewendet. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.wasser.bayern.de.

Quelle: Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

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